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Im Terrorfall schnell handeln: Erster TDSC-Kurs in Ludwigshafen

Schnell entscheiden und im Chaos den Überblick behalten, das ist das erklärte Trainingsziel des „Terror and Disaster Surgical Care“-Kurses, den die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie DGU in Kooperation mit der Bundeswehr im letzten Jahr ins Leben gerufen hat. 18 Mediziner trainierten nun drei Tage lang an der BG Klinik Ludwigshafen, wie sie mit den besonderen Herausforderungen der medizinischen Versorgung nach einem Terroranschlag umgehen müssen. Bei theoretischer Wissensvermittlung blieb es nicht – in komplexen Planspielen mussten sich die Ärzte mit begrenzten Ressourcen und schwerstverletzten Patienten auseinandersetzen. Die Schulungen finden deutschlandweit statt. Der Kurs in Ludwigshafen war der insgesamt neunte Kurs und zugleich der erste Inhouse-Kurs, der insbesondere an Vertreter der TraumaNetzwerke in Rheinland-Pfalz adressiert war, die schon jetzt in der überregionalen Traumaversorgung eng zusammenarbeiten.

Terroranschläge sind dynamische Situationen

Im Vergleich zu einem Massenanfall von Verletzten (ManV) etwa nach einem Verkehrsunfall stellen Terroranschläge eine besondere Gefahrenlage dar: Eine oder mehrere unübersichtliche Anschlagsorte, ein fliehender bewaffneter Täter und die Gefahr weiterer Anschläge erschweren den Rettungskräften die notwendige Versorgung der Verletzten. Neben der medizinischen Versorgung steht daher vor allem der taktische Umgang mit dieser außergewöhnlichen Gefahrenlage im Mittelpunkt des Kurses. Kernstück der Fortbildung sind daher  auch Planspiele, in denen die Teilnehmer in kleinen Gruppen die gleichzeitige Versorgung vieler Patienten und den Einsatz begrenzter Ressourcen wie Räume, Personal und Medizintechnik durchspielen. Die Teilnehmer profitierten dabei von einem sehr guten Betreuungsschlüssel: Jede Dreier-Gruppe wurde von einem erfahrenen Referenten betreut.

Neue Herausforderungen

Das Kursformat resultiert aus einem 5-Punkte-Plan der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und der Bundeswehr zur Versorgung der Bevölkerung bei möglichen Terroranschlägen, der vor knapp zwei Jahren beschlossen wurde. Die beteiligten Organisationen reagieren damit auf eine veränderte Bedrohungslage durch terroristische Anschläge in Europa. Die Zusammenarbeit hat nicht nur zum Ziel, Kliniken auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten, sondern soll auch den Erfahrungsaustausch unter den beteiligten Organisationen fördern.

Bildmaterial

Ein Pressefoto vom TDSC-Kurs steht Ihnen zum Download bereit. Unter Angabe der Quelle "BG Klinik Ludwigshafen" ist der Abdruck kostenfrei. Wir bitten um Zusendung eines Belegexemplars.

Bild zum Download (auf den Link klicken und mit der rechten Maustaste "Bild speichern"):

Teamarbeit: Beim Planspiel müssen die Teams in kürzester Zeit mit begrenzten Ressourcen schwerstverletzte Patienten versorgen.

 

 

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Unfallkrankenhaus Berlin Angela Kijewski

  030 5681-4040 angela.kijewski@ukb.de

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BG Unfallbehandlungsstelle Berlin Angela Kijewski

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BG Klinikum Bergmannstrost Halle Christian Malordy

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BG Klinikum Hamburg Dr. jur. Hubert Erhard

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BG Kliniken - Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung gGmbH Eike Jeske

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