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Jubiläumssymposium: 50 Jahre Murnauer Zentrum für Rückenmarkverletzte

Die umfassende Behandlung von Wirbelsäulenverletzungen mit Querschnittlähmung findet Richtung gebend an den BG Kliniken statt. Alle neun Traumazentren des Klinikkonzerns verfügen über entsprechend ausgerichtete Abteilungen, um einen Großteil der ca. 1800 neuen Fälle pro Jahr und vor allem auch der noch wesentlich zahlreicheren Fälle mit lähmungsbedingten Komplikationen zu behandeln. 

Am 20. und 21. September 2019 fand in der BG Unfallklinik Murnau ein zweitägiges Jubiläumssymposium mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen rund um die historische Entwicklung des Murnauer Zentrums, aktuelle Behandlungsstrategien, klinische Forschung und paraplegiologische Ausbildung statt. Die Festveranstaltung richtete sich an das Fachpublikum aller Berufsgruppen zur Behandlung von Patienten mit einer Rückenmarksverletzung, Wegbegleiter, Unterstützer sowie an Vertreter der gesetzlichen Unfallversicherung, der Unfallversicherungsträger und der BG Kliniken. „Wir blicken auf eine große Erfolgsgeschichte in der Behandlung von Rückenmarksverletzten zurück. Vor 50 Jahren ging es vor allem um das Überleben der Patienten. Vieles, was heute Standard ist, gab es damals noch nicht“, führt Geschäftsführerin Sarah Heinze die internationalen Gäste in die Thematik ein. 

Wegbegleiter gratulieren

Im Rahmen des Jubiläumssymposiums sprachen viele Wegbegleitet ihre Glückwünsche aus. PD Dr. Roland Thietje, 2. Vorsitzender der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegiologie und Chefarzt des Querschnittgelähmten-Zentrums im BG Klinikum Hamburg bedankte sich mit wertschätzenden Worten bei Frau Dr. Maier, Leiterin des hiesigen Zentrums für Rückenmarkverletzte für ihre erfolgreiche Arbeit: „Für die Leitung eines Zentrums für Rückenmarksverletzte braucht es Menschen, die mit Leidenschaft, unermüdlichem Einsatz und Fachexpertise Prozesse vorantreiben: Doris Maier, du bist großartig“. 

Auch Dr. Michael Rapp, stellvertretender Landrat des Landkreises Garmisch-Partenkirchen und Rolf Beuting, 1. Bürgermeister von Murnau am Staffelsee nahmen an der Feierstunde teil. Beide stellten die regionale Bedeutung der BG Unfallklinik Murnau in den Mittelpunkt ihrer Festreden. „ Murnau ist nicht nur für Touristen ein schöner Urlaubsort, sondern auch für einheimische Arbeitnehmer durchaus attraktiv. Fast 40 Prozent der Arbeitsplätze der Region sind in der BG Unfallklinik angesiedelt“, so Rolf Beuting. 

Pflegedienstleiter Peter Schersach betonte in seiner Begrüßungsrede die besondere Aufgabenstellung der Fachpflegekräfte im therapeutischen Team. Die professionelle Rund-um-die-Uhr-Versorgung umfasst sowohl die komplexen pflegerischen Maßnahmen, wie aber auch die sehr persönliche, zum Teil sehr intime und damit auch sehr emotionale Beziehungsebene zwischen Patient und Pflegekraft. Diese besondere vertrauensvolle Atmosphäre schafft für die Querschnittgelähmten die Grundlage einer erfolgreichen Therapie und damit Rehabilitation. 

Ein halbes Jahrhundert voller Dynamik und Veränderungen 

Auch das Zentrum für Rückenmarkverletzte selbst hat sich seit seiner Eröffnung am 24. Januar 1969 rasant entwickelt. Als erstes Zentrum zur Behandlung rückenmarkverletzter Patienten im süddeutschen Raum standen damals 60 Betten zur Verfügung. Das primäre Behandlungsziel: das Überleben querschnittgelähmter Patienten zu sichern. „Dabei galt es, in erster Linie die querschnittassoziierten und lebenslimitierenden Komplikationen durch Fortschritte in Diagnostik, Therapie und Pflege zu vermeiden und zu behandeln“, erklärt Dr. Doris Maier, Leiterin des Zentrums. Als Unterabteilung der Unfallchirurgie griff das Zentrum bereits damals auf die gesamte Infrastruktur der Klinik zurück und pflegt seit jeher eine enge Zusammenarbeit mit allen Fachabteilungen. Neben der medizinischen Akutbehandlung und der direkten pflegerischen Versorgung entwickelte sich in den vergangenen Jahren die gezielte Anleitung und Schulung der Patienten und der Angehörigen zu einem weiteren Schwerpunkt. So wurden Schulungsmodule entwickelt, die alle wesentlichen Themen, von der Mobilität, der Wundversorgung bis hin zum Blasen- und Darmmanagement integrierten. 

Interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit

Damit konnte von Anfang an eine ganzheitliche Behandlung der Patienten aus einer Hand und vom Unfallort bis zur Wiedereingliederung möglich gemacht werden. Die hervorragende Zusammenarbeit von Ärzten, Pflegepersonal und Therapeuten aus den für die Querschnittbehandlung relevanten Fachgebieten zeichnen das Zentrum für Rückenmarkverletzte in Murnau bis heute aus. Nur durch die Verzahnung von speziell ausgebildetem Pflegepersonal, fach-spezifisch geschulten Therapeuten und der anschließenden Rehabilitation vor Ort können Patienten bestmöglich und mit allen geeigneten Mitteln behandelt werden. Darüber hinaus erfolgt in der Murnauer Unfallklinik im Anschluss an die Rehabilitation eine lebenslange Nachsorge durch ein interdisziplinäres Team. Eine ganzheitliche Versorgung aus einer Hand, die so in Deutschland einzigartig ist.

Start in das Jubiläumsjahr

Bereits im Januar wurde das Jubiläumsjahr eingeleitet: Im Rahmen einer Mitarbeiterfeier dankten Geschäftsführerin Sarah Heinze und Leiterin des Zentrums für Rückenmarkverletzte Dr. Doris Maier stellvertretend den vielen Kolleginnen und Kollegen für die besonderen Leistungen, die sie täglich erbringen. In dem vergangenen Jahrhundert haben sich nicht nur die Ursachen für eine „frische“ Querschnittlähmung stark verändert. Einerseits hat sich der Anteil der Arbeitsunfälle halbiert und auch der Anteil der im Verkehr Verunfallten ist deutlich zurückgegangen. Demgegenüber ist der Anteil der in der Freizeit Verunfallten angestiegen, insbesondere aber hat sich der Anteil frischer Querschnittlähmungen, der auf Erkrankungen zurückzuführen ist, mehr als verdoppelt. „Die besonderen Herausforderungen sind heute und wohl auch in der Zukunft eine zunehmende Alterung der Patienten, der hohe Anteil tetraplegischer Patienten damit eine in den letzten Jahren zunehmende Fallschwere“, erklärt Dr. Maier.

Einen Film über die Entwicklung des Zentrums der letzten 50 Jahre können Sie hier einsehen: https://youtu.be/UblU79BHtwg

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