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Handchirurgie im Bergmannstrost: Mit Hightech-Handprothese zurück in den Alltag

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet in ihrer neuen Serie „Spitzenmedizin in Sachsen-Anhalt“ über die Chancen der Hightech-Handprothetik im BG Klinikum Bergmannstrost Halle. Chefarzt und Handexperte Prof. Dr. Frank Siemers und sein Patient Sascha Mrongowius zeigen in dem Beitrag, was durch moderne Handprothesen heutzutage möglich ist:

Im  März 2017 verunglückt Sascha Mrongowius an seinem Arbeitsplatz. Der 34-Jährige aus Gröbzig (Anhalt-Bitterfeld) ist Schichtleiter in einer Produktionsanlage, in der Müll zu Brennstoff verarbeitet wird. An jenem Tag fällt der sogenannte Nachzerkleinerer, eine Art Schredder, immer wieder aus. Sascha Mrongowius stellt die Maschine schließlich auf Wartung und kontrolliert sie. Dabei passiert es: Sein linker Arm verfängt sich in der noch laufenden Antriebseinheit. Ein Arbeitskollege zieht ihn aus der Maschine, leistet Erste Hilfe.
Auf schnellstem Weg wird Sascha Mrongowius in das BG Klinikum Bergmannstrost Halle gebracht. Als er Stunden später nach einer Operation wieder zu sich kommt, wird zur Gewissheit, was ihm beim Anblick seiner Verletzungen eigentlich schon klar war: die linke Hand und ein Teil des Unterarmes sind verloren.

 „Für mich ist eine Welt zusammengebrochen.“ Seine Gedanken kreisen um die eine Frage: Wie geht es jetzt weiter? Doch das Ärzteteam um Professor Frank Siemers, Direktor der Klinik für Plastische und Handchirurgie am Bergmannstrost, macht ihm von Anfang an Mut. Schon bei den ersten Visiten erklären  sie ihm, was durch moderne Handprothesen heutzutage alles möglich ist. Doch zunächst müssen die Voraussetzungen geschaffen werden: Der Armstumpf muss angepasst werden, die Wunde heilen und wegen der Schwellung mit einem Kompressionsverband versorgt werden. Zudem beginnt eine umfangreiche Reha, in der unter anderem vorhandene Muskeln im linken Arm wieder aufgebaut und gekräftigt werden.
Es dauert gute vier Monate, bis Sascha Mrongowius zum ersten Mal eine Prothese trägt. In einer Testphase wird herausgefunden, mit welcher Art Prothese er gut zurecht kommt und welche am besten zu ihm passt. Mit viel Übung und mit Hilfe von Ergotherapeuten lernt er, welche Muskelgruppe angesteuert werden muss, damit sich die künstliche Hand beispielsweise öffnet, schließt oder damit sich einzelne Finger bewegen. Es gibt Patienten, die damit überfordert sind.

Sascha Mrongowius trägt seit dem Oktober des vergangenen Jahres seine Prothese – ein Hightech-Gerät, eine sogenannte myoelektrische Unterarmprothese. Sie wird, vereinfacht gesagt, durch elektrische Energie, die aus Muskelkraft gewonnen wird, angetrieben. „Ich habe mich schnell daran gewöhnt, ich bin ein echter Technik-Freak“, sagt er.

Prof. Siemers verweist darauf, dass die Möglichkeiten „das wichtigste Werkzeug des Menschen“ zu erhalten, mit der Einführung der Mikrochirurgie viel besser geworden seien. Dank OP-Mikroskop und feinstem Nahtmaterial könnten kleinste Nerven und Gefäße wieder hergestellt werden. Auch bei sogenannten Replantationen, also dem Wiederanfügen abgetrennter Finger und ganzer Hände. Nicht immer jedoch ist das möglich, so der renommierte Handchirurg. „Dann müssen wir amputieren. Und dann ist es unser Ziel, dem Patienten mit prothetischem Ersatz eine weitestgehend  gute Handfunktion zu verschaffen.“

Bereits im Februar dieses Jahres ist Sascha Mrongowius an seinen alten Arbeitsplatz zurückgekehrt.

 

 

 

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