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Unfallmedizinische Tagung erzielt erneut hohe Resonanz

Mehr als 2.700 Experten beim Fachkongress in Düsseldorf

Sie zählt zu den größten Fachkongressen ihrer Art in Deutschland: Die Unfallmedizinische Tagung, die regelmäßig vom Landesverband West der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ausgerichtet wird. Vom 29. bis 30. März 2019 nutzten über 2.700 Experten die Gelegenheit, sich über Fortschritte und neue Erkenntnisse auf den Gebieten der Unfallchirurgie und Orthopädie zu informieren. 40 Vorsitzende und Referenten boten ein vielfältiges Programm. Wissenschaftliche Leiter waren Univ.-Prof. Dr. Thomas A. Schildhauer (BG Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum/BG Klinikum Duisburg), Univ.-Prof. Dr. Bertil Bouillon (Klinikum Köln-Merheim) und Univ.-Prof. Dr. Michael Raschke (Universitätsklinikum Münster). Die Tagung fand im Congresscenter in Düsseldorf statt.

„Schrittmacher des medizinischen Fortschritts“

Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch Gabriele Pappai, Landesdirektorin des Landesverbandes West der DGUV, begrüßten auch Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, und Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, Beigeordneter der Landeshauptstadt Düsseldorf, die zahlreich versammelten Gäste. Minister Laumann hob dabei vor allem die besondere Rolle der gesetzlichen Unfallversicherung als Schrittmacher für den medizinischen Fortschritt hervor und lobte das Format der Unfallmedizinischen Tagung, das Experten zusammenbringe und dadurch die Vernetzung fördere.

Prof. Schildhauer griff diesen Faden auf und unterstrich in seiner Moderation die hohe Kompetenz der gesetzlichen Unfallversicherung und der BG Kliniken auch in der Unterstützung bei Großschadensereignissen. „Bei einem Massenanfall von Verletzten, wie wir sie in Deutschland zuletzt leider vermehrt erleben mussten, müssen alle verfügbaren Kapazitäten von Einsatz- und Rettungskräften und Kliniken schnell,  koordiniert und möglichst reibungslos zusammenarbeiten. Dazu bedarf es einer eingespielten Zusammenarbeit aller Akteure und routinierter  Handlungsabläufe. Die Organe der DGUV, die BG-Kliniken und bg-lich angeschlossenen Krankenhäuser stehen dazu uneingeschränkt für die Patientenversorgung, aber auch für die präventive Planung und Koordination zur Verfügung.“ Anhand von zwei Beispielen aus der jüngsten Vergangenheit (Anschlag auf dem Breitscheidplatz in Berlin, Amokfahrt in Münster) wurde das Krisenmanagement bei einem Massenanfall von Verletzten (MANV) skizziert. Die beteiligten Referenten zeigten, wie Rettungsmaßnahmen und Notfallversorgung auch bei einer hohen Verletztenzahl planvoll koordiniert und gesteuert werden können. Konsens herrschte vor allem darüber, dass regelmäßige Übungen von Großschadensereignissen unerlässlich für ein erfolgreiches Krisenmanagement im Ernstfall sind.

Unfallverletzungen und Berufserkrankungen im Fokus

Das folgende Hauptthema widmete sich aktuellen Fragestellungen zur Versorgung von Patienten der gesetzlichen Unfallversicherung im Rahmen des sogenannten VAV-Verzeichnisses (VAV: Verletzungsartenverfahren) und neuen Entwicklungen auf dem Gebiet der Berufskrankheiten. In den weiteren Sessions vermittelten  Experten aus ganz Deutschland Wissen zu verschiedenen Teilbereichen der Unfallchirurgie und Orthopädie: Von Verletzungen des Fußes und des oberen Sprunggelenks über Wirbelsäulenprobleme bis zu Verletzungen der Schulter, der oberen Extremitäten und der großen Sehnen. Abschließend ging es um Weichteilverletzungen und -infektionen sowie aktuelle Rekonstruktionsverfahren.

Zwischen den Sitzungen hatten die Besucher Gelegenheit, die umfangreiche  Ausstellung von Kliniken, Reha-Einrichtungen und Medizintechnikfirmen zu besuchen. Hier präsentierten das BG Universitätsklinikum Bergmannsheil und die BG Klinik Duisburg gemeinsam ihr Leistungsspektrum und die Besonderheiten der Versorgung von Versicherten der gesetzlichen Unfallversicherung.

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