DXA: Knochen­dichte­messung bei Osteo­porose


DXA ist die vom Dachverband Osteologie empfohlene Methode zur Knochendichtemessung.

Nur durch eine DXA-Messung lässt sich ein erhöhtes Frakturrisiko ermitteln. 

Wie wird die Knochendichte bestimmt?

Es werden bei der Untersuchung mittels sehr niedrig dosierter Röntgenstrahlen Messungen im Bereich der Lendenwirbelsäule und der Hüfte durchgeführt. Die Patientin/der Patient liegt in dieser Zeit entspannt auf dem Rücken unter einem Messbügel (keine Röhre!)

Wer sollte seine Knochendichte messen lassen?

Grundsätzlich alle Patientinnen und Patienten mit einem erhöhten Knochenbruchrisiko.

Risikofaktor Alter

Bei allen Frauen ab dem 70. und allen Männern ab dem 80. Lebensjahr sollte aufgrund des altersbedingt erhöhten Knochenbruchrisikos (auch ohne sonstige Ri¬sikofaktoren) eine Basismessung durchgeführt werden.

Weitere Risikofaktoren für eine erhöhte Knochenbrüchigkeit

  • In der Vergangenheit aufgetretene Brüche
  • Schenkelhalsfrakturen der Eltern
  • Diabetes mellitus
  • COPD
  • Rheumatoide Arthritis
  • Kortisontherapie über mehr als 3 Monate
  • Hormonunterdrückung bei Brust- und Prostatakrebs
  • Erhöhte Sturzneigung
  • Rauchen
  • Untergewicht
  • Morbus Parkinson
  • Epilepsie

 

Die DXA-Messung können wir unter bestimmten Voraussetzungen auch als Kassenleistung anbieten, nämlich in dem Fall, dass

ein Verdacht auf Osteoporose oder bekannte Osteoporose vorliegt und die Abklärung einer medikamentöse Therapie stattfinden soll. 
Hierfür benötigen wir eine Überweisung ihres behandelnden Arztes darüber. Auf dieser Überweisung sollte beispielsweise folgender Text stehen: Verdacht auf Osteoporose oder bekannte Osteoporose – medikamentöse Therapie notwendig? DXA Messung erbeten.

Für andere Anlässe übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten nicht, daher handelt es sich dann um eine selbstzuzahlende Leistung.


TBS – Trabecular bone score

Obwohl die mit DXA gemessene Knochendichte uns  einen guten Hinweis auf die Stabiltät des Knochens gibt, können wir das Knochenbruchrisiko noch lange nicht so gut einschätzen, wie wir es gerne möchten.

Das liegt daran, dass die Knochenstruktur – also die Verteilung der Knochenbälkchen – einen wesentlichen Anteil an der Knochenfestigkeit hat und so das Risiko für zukünftige Knochenbrüche mitbestimmt. Mit Hilfe des TBS-Programmes sind wir nun in der Lage, die Knochenstruktur in der DXA Messung zu bewerten.

Durch TBS können wir das Knochenbruchrisiko des einzelnen Patienten erheblich besser einschätzen und so die Therapie individuell anpassen. Wir empfehlen dies grundsätzlich, prüfen dies gemeinsam gemeinam mit Ihnen. TBS ist Teil der offiziellen Osteoporoseleitlinien, aber keine Kassenleistung. 

TBS ist eine Selbstzahlerleistung (20,-€).