Arbeitstherapie und arbeitsplatz­bezogene Therapie

In der arbeitsplatz- und tätigkeitsbezogenen Therapie wird unter Einbezug der verletzten Extremität und/oder des Körperteiles in berufs- und arbeitsplatzbezogenen Komplexbewegungen der Aufbau von Ausdauer und Belastungsfähigkeit beübt und trainiert.

Die Durchführung erfolgt unter Einsatz von speziellen Therapiegeräten wie z. B. des WorkPark oder Worksimulator bis hin zur Durchführung konkreter Arbeitsanforderungen in der Arbeitstherapie mit Verwendung von tätigkeitstypischen Materialien und Werkzeugen. 

Es kommt hierbei zu einem verlagerten Fokus der Bewegung und Belastung hin auf die Ausführung von Arbeitsaufträgen und weg von verletzungsbezogenen Therapieinhalten unter Beachtung des individuellen Tätigkeitsprofiles. 

Patientinnen und Patienten lernen, Bewegungs- und Belastungsverhalten in bekannte Tätigkeitsmuster wieder einzubeziehen oder verbleibende Einschränkungen neu zu integrieren. In der tätigkeitsbezogenen Therapie und weiter in der Arbeitstherapie besteht die Möglichkeit, sich und die wiedererlangte Einsatzfähigkeit in einem geschützten Rahmen vor Aufnahme einer Arbeits- und Belastungserprobung (ABE) oder vollschichtiger Arbeit besser einzuschätzen und sich sicherer für den nächsten Schritt am Arbeitsplatz „aufzustellen“.

Körperbezogene Hilfsmittel wie z. B. Handgelenksorthesen oder Arbeitsschuhe nach med. Versorgung können „eingearbeitet“ werden und auf Einsatzvorteile überprüft werden. Kompensatorische Bewegungs- und Bewegungsverhalten können ebenfalls zur Vorbereitung und Verbesserung des Therapieerfolges erarbeitet werden.

Eine Beratung, Versorgung und Einarbeitung von Hilfsmitteln für z. B. bodennahes Arbeiten, Tragegurte, Rückenstützgurte, Orthesen und technische Hilfsmittel zur Arbeitserleichterung wie Hebezeuge, Leitern mit breiten Auftritten, sind Bestandteil des Therapieprozesses.

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