Internationaler Tag der Pflege 2022

Der 12. Mai ist der Internationale Tag der Pflege. Anlässlich des Aktionstages spricht Pflegedirektor Torsten Weiner über die Pflege im BG Klinikum Hamburg, die Akquise internationaler Fachkräfte und welche Faktoren das Klinikum zu einem attraktiven Arbeitgeber machen.

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12.05.2022 BG Klinikum Hamburg

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Christiane Keppeler

Leiterin Unternehmens­kommunikation und Marketing
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Herr Weiner, wie wichtig ist Ihnen der Internationale Tag der Pflege?

Herr Weiner: Ein solcher Tag ist in meinen Augen durchaus wichtig, denn die Pflege bekommt jene Aufmerksamkeit und Wertschätzung, die im Alltag oftmals zu kurz kommt. Ob es dafür ein festes Datum braucht, darüber lässt sich vermutlich streiten, aber eine Beachtung tut allen Pflegenden gut, speziell nach den zweieinhalb Jahren Pandemie. Deshalb freue ich mich auch, dass wir wieder ein paar Aktionen im Haus geplant haben, um den Kolleginnen und Kollegen eine kleine Freude zu machen. Alle Mitarbeitenden können sich untereinander Grußbotschaften zuschicken und sich beieinander bedanken. Wir verteilen diese Karten dann am Tag der Pflege zusammen mit einer kleinen Überraschung.

Im Alltag werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gelockert. Was denken Sie zurückblickend, wie gut hat das BG Klinikum die Pandemie bislang überstanden?

Herr Weiner: Ich denke, dass wir mit vereinten Kräften die Pandemie im Großen und Ganzen bislang gut überstanden haben. Alle Mitarbeitenden aller Berufsgruppen haben an diversen Stellen Einschränkungen hinnehmen und Mehraufwand aufbringen müssen und das nicht nur beruflich, sondern auch auf privater Ebene. Das hinterlässt natürlich Spuren, die jedoch nicht immer ausschließlich im negativen Sinne zu betrachten sind. Die Digitalisierung wurde sicher positiv vorangetrieben. Außerdem habe ich vielerorts einen enormen Zusammenhalt zwischen den Beschäftigten beobachtet, die sich nach Kräften gegenseitig unterstützt haben. Das hat mich persönlich sehr gefreut.

Welche Themen beschäftigen Sie abseits der Pandemie aktuell?

Herr Weiner: Die Zeit bleibt bewegend und herausfordernd, somit sind und bleiben die Aufgaben und Anforderungen an mein Team und mich groß. Ein wesentlicher Punkt ist und bleibt die stabile Besetzung der Stationen im Kontext des Fachkräftemangels. Ein großes Thema, welches uns zukünftig weiterhin beschäftigen wird.

Wie begegnen Sie mit Ihrem Team dem Fachkräftemangel?

Herr Weiner: Der Fachkräftemangel hat sich durch die Pandemie weiter verschärft. Das merken wir auch, insbesondere durch die Bewerberlage. Erfreulicherweise haben wir zwar immer noch einen Zulauf vom deutschen Arbeitsmarkt, dieser deckt aber bei weitem nicht mehr den Bedarf.

Welche Möglichkeiten haben Sie, um Pflegefachkräfte zu gewinnen?

Herr Weiner: Im Moment verstärken wir die Bemühungen Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Das gelingt uns glücklicherweise auch. Aktuell rechnen wir in diesem Jahr mit 20 neuen Kolleginnen und Kollegen mit einem internationalen Background. Um diesen Prozess besser und bedarfsgerechter gestalten zu können, setzen wir zeitnah eine Integrationsbeauftrage ein. Rekrutierungen aus dem Ausland sind nicht leicht und erfordern viel administrative Arbeit, sind aber leider auch alternativlos!

Gleichzeitig wollen wir aber auch unseren Bestandsmitarbeitenden weiterhin ein gutes Arbeitsumfeld bieten, damit sie gerne und lange bei uns arbeiten. Wenn Mitarbeitende lange bei uns arbeiten, sind sie in ihrem jeweiligen Einsatzgebiet schließlich gut eingearbeitet, was auch zu einer qualitativ hochwertigen Arbeit führt. Gleichzeitig erspart es uns aufwendige Stellenbesetzungsverfahren und die Ungewissheit darüber, ob neue Mitarbeitende sich gut einfügen können und wollen. Deshalb wird immer unser Anliegen sein, unsere Mitarbeitenden langfristig zu binden. Grundsätzlich glaube ich, dass wir ein attraktiver Arbeitgeber sind, der eine ganze Menge zu bieten hat.

Was unterscheidet das BG Klinikum in dieser Hinsicht von anderen Kliniken?

Herr Weiner: Im Grunde genommen steht die Arbeitszufriedenheit im Mittelpunkt. Diese setzt sich oft aus einer Vielzahl von einzelnen Komponenten zusammen. Zum einen ist sicherlich die Bezahlung ein wichtiger Bestandteil. Durch den aktuellen Tarifvertrag, der im Oktober durch den Tarifvertrag Zulagen ergänzt wurde, stellen wir eine gute Vergütung sicher.

Ein weiterer Punkt ist die Dienstplanung. Wir stellen über einen gezielten Einsatz des sog. Flexpools eine Dienstplansicherheit her, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht. Ein Punkt, der oft nicht gesehen wird, uns aber deutlich von anderen Kliniken unterscheidet, ist die betriebliche Altersvorsorge über die VBL oder die Tatsache, dass wir auf dem Klinikgelände Mitarbeiterwohnungen anbieten können.

Es sind aber auch Themen, wie der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen. Ein Konzept zum altersgerechten Arbeiten ist gerade in der Erarbeitung. Auch ein gutes und gehaltvolles Wiedereingliederungsmanagement nach Langzeiterkrankungen und regelmäßige Gefährdungsbeurteilungen in den Bereichen sind wichtig.

Unsere gemeinsamen Bemühungen mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement wurden uns auch durch die Auszeichnung mit dem Hamburger Gesundheitspreis 2022 durch namhafte Juroren der Hamburger Wirtschaft und unsere Gesundheitssenatorin Frau Dr. Leonhardt bestätigt.  

Abschließend, was möchten Sie den Pflegenden am Internationalen Tag der Pflege mit auf den Weg geben:

Herr Weiner: Ich möchte allen Kolleginnen und Kollegen recht herzlich für Ihre wertvolle Arbeit danken. Ich weiß, dass sie alle viel leisten und auf vieles verzichtet haben. Mich macht es stolz, wie sehr sich viele von ihnen mit dem Klinikum identifizieren und sich für ihre Patientinnen und Patienten einsetzen, trotz aller Umstände. Deshalb wünsche ich allen Kolleginnen und Kollegen – trotz des aktuellen Weltgeschehens – für die Zukunft weiterhin Zuversicht und vor allem: bleiben Sie weiterhin gesund.