Nachruf Prof. Dr. med. Alexej Barg

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29.04.2022 BG Klinikum Hamburg

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Christiane Keppeler

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Das Team der Unfallchirurgie am BG Klinikum Hamburg trauert um den Verlust von Prof. Dr. Alexej Barg, der leider unerwartet am 18.04.2022 verstarb. Er war allerseits sehr geschätzt als Kollege, Mentor, Coach, Spitzenforscher, Vorbild und Freund.

Alexej Barg wurde am 08.07.1979 in Russland geboren. Seine Familie zog im Weiteren nach Münster, wo er nach dem Abitur mit seinem Medizinstudium begann. Seine klinische Karriere führte zunächst in die Schweiz in das Kantonsspital Liestal. Beim Fußspezialisten Prof. Hintermann wurde sein Interesse an der Fußchirurgie begründet. Nach einem Forschungsaufenthalt in den USA setzte er seine Karriere im Universitätsspital Basel fort, wo er zuletzt die Sektion der Fußchirurgie leitete. Sein Weg führte im Anschluss in die USA, wo er ab 2015 an der Universität von Utah zunächst eine Assistenzprofessur annahm, zum assoziierten Professor aufstieg und zuletzt als außerordentlicher Professor für Fußchirurgie wirkte. Die Universität Hamburg war besonders stolz Professor Barg ab dem Mai 2020 für die erste Schwerpunktprofessur für Fußchirurgie Deutschlands gewinnen zu können. Seit November 2020 leitete er standortübergreifend die Fußchirurgie am BG Klinikum Hamburg und in Hamburg-Eppendorf.

Der exzellente Arzt und Wissenschaftler erlangte mit seiner Spezialisierung als Fußchirurg weltweite Anerkennung. Besonders zeichnete sich Prof. Barg durch seinen einfühlsamen Umgang mit den ihm anvertrauten Patienten aus. Lange Wartelisten bestätigten seinen eindrucksvollen klinischen Erfolg.

Im Rahmen seiner einzigartigen wissenschaftlichen Karriere konnte Prof. Barg mit hunderten Beiträgen und Publikationen den wissenschaftlichen Fortschritt unseres Faches nachhaltig prägen. Als wissenschaftlicher Mentor beriet er Nachwuchsforscher in Boberg, am UKE und betreute darüber hinaus noch sein Team in Utah. Schließlich unterstützte er als Redaktionsmitglied in einer der angesehensten europäischen Zeitschriften unseres Faches, dem AOTS Journal, den wissenschaftlichen Betrieb in Europa.

Trotz der beeindruckenden wissenschaftlichen und klinischen Karriere hatte Alexej Barg als ganz besonderer Mensch immer ein offenes Ohr für jedermann. Er interessierte sich stets aktiv für das Wohlbefinden und Fortkommen seiner Kollegen und bot wo immer möglich seine Unterstützung an. Er kümmerte sich aufopferungsvoll zu jeder Tages- und Nachtzeit um medizinische und nicht-medizinische Probleme seiner Mitmenschen.

Der Tod von Prof. Alexej Barg ist für das unfallchirurgisch-orthopädische Kollegium ein sehr schmerzlicher Verlust. Dieser besondere Mensch wird uns für immer in Erinnerung bleiben und sehr vermisst. Unsere tiefe Anteilnahme in dieser traurigen Zeit gilt seinen Angehörigen.