Die Teilnehmenden des Rollstuhlbasketball-Workshops an der Leuphana Universität.

Rollstuhlbasketball als inklusiver Schulsport

Das Forschungsprojekt RoBaTaS der Leuphana Universität Lüneburg erarbeitet Vermittlungskonzepte, um Rollstuhlsport an Regelschulen einzuführen. Im Rahmen des Projekts führt Peter Richarz, Verantwortlicher für den Bereich Sport und Inklusion am BG Klinikum Hamburg und Co-Trainer der BG Baskets, den Workshop "Einführung in den inklusiven Rollstuhlbasketballsport" mit Studierenden durch.

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13.06.2022 BG Klinikum Hamburg

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Christiane Keppeler

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Ende Mai konnte das erste Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wieder ein Workshop zum Thema „Einführung in den inklusiven Rollstuhlbasketballsport“ in der Sporthalle des Instituts für Bewegung, Sport und Gesundheit an der Leuphana Universität Lüneburg stattfinden. Durchgeführt wurde der Workshop von Dipl.-Sportlehrer Peter Richarz, der im BG Klinikum Hamburg den Bereich Sport und Inklusion verantwortet. Der Workshop fand im Rahmen des Forschungsprojekts RoBaTaS (Rollstuhlbasketball vermitteln und Talente in der Schule spielend finden) statt.

Forschungsprojekt RoBaTaS

Rollstuhlsport an Schulen zu etablieren, soll vor allem allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zur sozialen Partizipation bieten und Barrieren abbauen. Rollstuhlbasketball eignet sich für diese Zwecke besonders gut, da die Sportart sowohl von Menschen mit als auch ohne Behinderung ausgeführt werden kann. Für die Umsetzung in Schulen benötigen die zukünftigen Lehrkräfte jedoch eigene Erfahrungen und vor allem Vermittlungskonzepte. Das Ziel des Forschungsprojekts RoBaTaS (Rollstuhlbasketball vermitteln und Talente in der Schule spielend finden) ist deshalb die Entwicklung und Evaluation eines Vermittlungskonzeptes für das Sportspiel Rollstuhlbasketball im Schulsport. Darüber hinaus soll das Projekt auch zur Nachwuchsförderung im Rollstuhlbasketball dienen. Die Leitung des Projekts tragen Jessica Süßenbach und Stephan Schiemann von der Leuphana Universität Lüneburg. Kooperationspartner ist der Deutsche Rollstuhl-Sportverband (DRS), der eng mit dem BG Klinikum Hamburg zusammenarbeitet.

Workshops zur Sensibilisierung für inklusiven Sport

Die Freude darüber, dass endlich wieder Workshops stattfinden können, ist groß: „Es ist einfach großartig, sich wieder in der Sporthalle begegnen und gemeinsam aktiv sein zu können“, so Peter Richarz. „Natürlich müssen wir noch auf Abstände achten, aber immerhin können wir wieder in die Praxis gehen und darum geht es uns schließlich in diesem Projekt.“ Im Rahmen von zwei Workshops vermittelte Peter Richarz 40 Studierenden der Leuphana Universität die Grundzüge des Rollstuhlbasketballs als inklusive Sportart. Peter Richarz: „Zu Beginn sollen die Teilnehmenden den Rollstuhl erst einmal als Sportgerät kennenlernen. Dann kommt ein Balltraining hinzu. Die Koordination beider Sportgeräte zeitgleich ist am Anfang immer eine Herausforderung. Doch mit ein bisschen Übung klappt es eigentlich immer sehr gut. Die Teilnehmenden können insgesamt viel für sich mitnehmen und sehen die Workshops als gute Unterstützung an.“

Ein besonderer Dank gilt dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband, der für den Workshop 20 Sportrollstühle, Infomaterialien und einen Transporter kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt gibt es auf der Website der Leuphana Universität.