
BG Klinikum Hamburg mit Hamburger Gesundheitspreis ausgezeichnet
Bereits zum fünften Mal hat das BG Klinikum Hamburg den Hamburger Gesundheitspreis erhalten. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. verliehen. In diesem Jahr lag der Fokus auf dem Thema „Respekt. Sicherheit.Gesundheit. Umgang mit Gewalt im Betrieb“.
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28.04.2026Pressekontakt

Christiane Keppeler
Damit Menschen gerne zur Arbeit kommen und gesund bleiben, ist ein respektvolles, sicheres Arbeitsumfeld unabdingbar. Dennoch betrifft Gewalt am Arbeitsplatz – ob psychisch oder physisch, intern oder von außen – viele Branchen. Wie der Umgang mit Gewalt im Unternehmen aussehen kann, um die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu stärken, zeigen die Preisträger des diesjährigen Hamburger Gesundheitspreises. Alle zwei Jahre können Betriebe, die sich für den Schutz und die Förderung der Gesundheit ihrer Beschäftigten einsetzen, sich für diese Auszeichnung bewerben. Verliehen wird der Preis von der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.. Bei der diesjährigen Verleihung in der Hamburger Handelskammer erhielt das BG Klinikum Hamburg diese Auszeichnung bereits zum fünften Mal. Eine unabhängige Jury vergibt die Preise in den Kategorien Klein-, Mittel- und Großbetrieb nach Sichtung der Bewerbungsunterlagen und einem persönlichen Gespräch mit den Verantwortlichen im Unternehmen.
Systematische Sensibilisierung und gelebte Vielfalt als Stärke gegen Gewalt
Die Jury hob verschiedene Maßnahmen des BG Klinikums zum Schutz und zur Förderung der Gesundheit seiner Beschäftigten positiv hervor. Arbeitsschutz, Deeskalationsmanagement, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Sozialberatung, Arbeitsmedizin, Eingliederungsmanagement, Ergonomie, Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung wirken im Klinikum als gemeinsames Kompetenzzentrum für Sicherheit und Gesundheit. So werden Schnittstellen verbunden und Synergieeffekte optimal genutzt. Um die körperliche und psychische Gesundheit zusätzlich zu schützen, implementiert das BG Klinikum Hamburg eine umfangreiche Strategie zum professionellen Umgang mit Gewalt auf Basis des Gewaltschutzkonzepts der BG Kliniken. Wichtiger Bestandteil des präventiven Ansatzes ist die systematische Sensibilisierung der Mitarbeitenden. Bereits im Onboarding lernen neue Mitarbeitende Meldewege, Unterstützungsangebote und Deeskalationstechniken kennen. So wird Gewaltprävention zur Grundhaltung aller Berufsgruppen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die gelebte Vielfalt. Das BG Klinikum Hamburg beschäftigt viele internationale Mitarbeitende. Spezielle Angebote zur interkulturellen Sensibilisierung der Teams, mehrsprachige Informationen sowie interkulturelle Schulungen für kollegiale Ersthelfende und die Deeskalationstrainerinnen und -trainer helfen, kulturellen Missverständnissen vorzubeugen. Gleichzeitig können die internationalen Mitarbeitenden Sprachbarrieren im Patientenkontakt abbauen und so Eskalationen vorbeugen. Zudem vermitteln sie ihr kulturelles Hintergrundwissen an ihre Teams, sodass herausfordernde Verhaltensweisen richtig eingeordnet werden können. Ergänzt wird der Ansatz durch bereichsspezifische Maßnahmen, beispielsweise bauliche Veränderungen, die nach Befragungen und Begehungen eingerichtet werden.
Iris Wottrich, Beauftrage Betriebliches Gesundheitsmanagement am BG Klinikum Hamburg: „Mit dem mehrschichtigen Ansatz aus Meldesystem, Trainings, Reflexion und Analyse sind wir auf einem guten Weg, unser Ziel zu erreichen: Gewalt zu vermeiden, bevor sie entsteht, und Betroffene jederzeit bestmöglich zu schützen. Wir freuen uns sehr, dass wir für unseren Ansatz und Einsatz mit dem Hamburger Gesundheitspreis geehrt wurden. Die Auszeichnung ist nicht nur eine Wertschätzung, sondern auch ein Ansporn, weiter an neuen Ideen und Konzepten zu arbeiten.“
Verleihung in der Handelskammer
Die feierliche Übergabe an die insgesamt drei Hamburger Betriebe fand am 27. April 2026 im Rahmen des Fachtags „Respekt.Sicherheit.Gesundheit. Umgang mit Gewalt im Betrieb“ in der Hamburger Handelskammer statt. Gemeinsam mit Melanie Schlotzhauer, Senatorin für Soziales, Gesundheit und Integration überreichte die Vorsitzende der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V., Prof. Dr. Susanne Busch, die Auszeichnung an die Preisträgerinnen und Preisträger.
Foto (v.l.n.r.): Petra Hofrichter (Geschäftsführung Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V.), Prof. Dr. Susanne Busch (Vorstandvorsitzende Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V.), Frank Ladwig (Sozialmanager BG Klinikum Hamburg (BGKH)), Torsten Weiner (Pflegedirektor BKGH), Dr. Harald Müller (Vorsitzender der Geschäftsführung BKGH), Heiko Martens (Betriebsarzt BKGH), Ole Rehmeyer (Beauftragter für Deeskalationsmanagement BGKH), Frank Prollius (Arbeitssicherheit BKGH), Iris Wottrich (Beauftragte für Betriebliches Gesundheitsmanagement BKGH), Andrea Zellhorn (stellv. Betriebsratsvorsitzende BKGH), Karen Walter (Geschäftsführung Psychotherapeutenkammer Hamburg), Petra Versemann (Referentin Gesundheit und Sport Handelskammer Hamburg)