Eine Hauptamtliche Praxisanleiterin leitet eine Auszubildende im OP an.

Praktische Anleitungstage im OP

Auszubildende OTAs und ATAs sollen am BGKH zukünftig zweimal monatlich im Rahmen von Praxistagen die Abläufe eines OPs selbstständig organisieren. Das Modellprojekt „PA-Saal“ schafft außerdem mehr Zeit für Anleitungssituationen, die die praktische Ausbildung intensivieren und somit die fachliche Kompetenz der Schülerinnen und Schüler stärkt.

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31.01.2022 BG Klinikum Hamburg

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Christiane Keppeler

Leiterin Unternehmens­kommunikation und Marketing
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Am BG Klinikum Hamburg werden jährlich Auszubildende zu Operationstechnischen sowie Anästhesietechnischen Assistentinnen und Assistenten (OTA und ATA) ausgebildet. Ihre Aufgabe ist es, den OP und die Patientinnen und Patienten ideal auf die Operationen vorzubereiten und die Abläufe zu begleiten. OTAs und ATAs sind damit essenziell für den reibungslosen Ablauf im und um den OP. Die Ausbildungsinhalte für diese Berufe wurden zum Januar 2022 bundesweit vereinheitlicht. Um den neuen Anforderungen an das jeweilige Curriculum gerecht zu werden und den praktischen Anteil zu intensivieren, entwickelte das OP-Management im BG Klinikum Hamburg das Projekt „PA-Saal“.

Am praktischen Anleitungstag übernehmen die Auszubildenden OTAs und ATAs die Führung eines Operationssaals. Das bedeutet, dass sie das Zeitmanagement der zu operierenden Patientinnen und Patienten koordinieren, Ein- und Ausschleuseprozesse übernehmen, den Saal und die Geräte vorbereiten, während des Eingriffs assistieren und auch die Nachbereitung leisten. Kurzum: Alle Prozesse liegen in der Hand der Auszubildenden. Natürlich stehen ihnen dabei jederzeit erfahrene Fachkräfte zur Seite. Susann Groth ist Hauptamtliche Praxisanleiterin und betreute ihre Auszubildenden bei der Durchführung des ersten PA-Saals im Januar: „Das ist eine wirklich anspruchsvolle Aufgabe, vor allem für Auszubildende im ersten Jahr. Aber sie profitieren auch ungemein von diesen praxisnahen Situationen und können sehr viel an Inhalten für sich mitnehmen.“

Ziele des Projekts

Die OTAs und ATAs in Ausbildung sollen ein Verständnis für die komplexen organisatorischen Prozesse rund um den Operationssaal bekommen. „Das Schnittstellenmanagement ist ein enormer Teil der Arbeit, den man überblicken muss“, erklärt die Bereichsleiterin des OP-Managements und OP-Koordinatorin Hannah Hinnenkamp. „Auch die Organisation der praktischen Anleitungstage erfordert eine gründliche interne Abstimmung. Da wir den Mehrwert für die Ausbildung jedoch ganz klar sehen, lohnt sich dieser Aufwand. Außerdem ist mir bislang kein vergleichbares Modell bekannt.“ Neben den Prozessen steht natürlich auch die Zeit für Anleitungssituationen im Fokus. Dies ist durch die weniger enge Taktung der Operationen am Praxistag möglich.

Feedback der Auszubildenden

Darüber hinaus erhalten Auszubildende im dritten Jahr die Möglichkeit, selber anzuleiten und somit ihr eigenes Wissen auf die Probe zu stellen. Sarah Michalski ist im dritten Ausbildungsjahr und war beim ersten Praxistag im OP dabei: „Der Praxistag war für mich eine sehr schöne Erfahrung. Es war ein spannender Perspektivwechsel für mich, selber mein Wissen an jüngere Auszubildende weiterzugeben und ich denke, dass es eine absolute Bereicherung ist, unter diesen Umständen angeleitet zu werden. Das Projekt sollte auf jeden Fall fortgeführt werden.“

Das Team des OP-Managements am BG Klinikum Hamburg wird die praktischen Anleitungstage in diesem Jahr fortführen und den PA-Saal mit Hilfe des Feedbacks der OTAs und ATAs in Ausbildung stetig weiterentwickeln.