Ein Mann und eine Frau im Rollstuhl im Gespräch

Peer-Beratung in den BG Kliniken

Peer-Beratung bedeutet Unterstützung auf Augenhöhe. Patientinnen und Patienten werden von Menschen begleitet, die selbst eine vergleichbare Verletzung oder Erkrankung erlebt haben und ihre Erfahrungen weitergeben.

Gerade nach schweren Verletzungen – etwa nach Amputationen oder Schädel-Hirn-Traumata – kann der Austausch mit Peers Orientierung geben, Mut machen und helfen, den eigenen Weg im Alltag neu zu finden. Peer-Beratung ergänzt medizinische und therapeutische Angebote um persönliches Erfahrungswissen.

Reha­bilita­tion und Teilhabe

Das Prinzip der Peer-Beratung ist fest in der UN-Behinder­ten­rechts­konvention verankert und leistet einen wichtigen Beitrag zur sozialen Teilhabe. Es unterstützt Betroffene dabei, neue Perspektiven zu entwickeln und aktiv an der eigenen Rehabilitation mitzuwirken.

In den BG Kliniken ist Peer-Beratung ein ergänzendes Angebot, das insbesondere in der frühen Phase der Rehabilitation Orientierung bieten kann und an bestehende Versorgungs­strukturen anknüpft.
 

Die Rolle der BG Kliniken

Die BG Kliniken versorgen einen hohen Anteil schwer- und schwerstverletzter Menschen medizinisch und rehabilitativ. Dadurch kommt ihnen eine zentrale Rolle bei der Koordinierung und Weiterentwicklung von Peer-Angeboten innerhalb der gesetzlichen Unfall­versicherung zu.

Ziel ist es, das Peer-Prinzip künftig stärker an den BG Kliniken zu verankern und in nachhaltige, verlässliche Strukturen zu überführen – standortübergreifend und in enger Abstimmung mit den Unfallversicherungsträgern.

Zwei Frauen im Rollstuhl im Gespräch

Peer-Beratung in den BG Kliniken

Mit dem konzernweiten Ansatz verfolgen die BG Kliniken unter anderem folgende Ziele:

  • ein strukturiertes, standortübergreifend vergleichbares Peer-Angebot
  • ein frühzeitiger Zugang zur Peer-Beratung, insbesondere für Schwerstverletzte und -erkrankte
  • eine steigende Anzahl von Peer-Beratungen bei vergleichbarer Qualität
  • klare Zuständigkeiten, zentrale Ansprechpersonen und transparente Verantwortungsbereiche

Die Anforderungen der DGUV und der Unfallversicherungsträger werden dabei ebenso berücksichtigt wie bestehende lokale Strukturen.

Sabine Kitzmann, BG Klinik Ludwigshafen

Zusammenarbeit mit Verbänden

Die Peer-Beratung in den BG Kliniken baut auf bewährten Kooperationen mit Selbsthilfeorganisationen und Verbänden auf. Dazu zählen unter anderem:

Diese Zusammenarbeit wird an den Standorten weiter gestärkt und bedarfsgerecht ausgebaut.

Konzernprojekt Peer-Beratung

Um die Peer-Beratung systematisch weiterzuentwickeln, haben die BG Kliniken ein standortübergreifendes Projekt gestartet. Die Einrichtungen werden schrittweise eingebunden und durch die Holding begleitet. 

Ziel des Projekts ist es, bestehende Erfahrungen aus den Standorten zusammenzuführen, Prozesse zu vereinheitlichen und tragfähige Strukturen für die Peer-Beratung zu entwickeln. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung des Angebots ein. 

Bilder Alttext

Kontakt und weitere Informationen

Peer-Angebote wie im Konzernprojekt gibt es bereits an mehreren Standorten der BG Kliniken:

Weitere Standorte sollen schrittweise folgen.

Mehr zum Thema: 
BGW-Podcast "Herzschlag - Für ein gesundes Berufsleben": Peer-Beratung: Wenn Betroffene helfen, zurück ins Leben zu finden