Aktuelles zu COVID-19

Hier finden Sie Hinweise zum korrekten Verhalten im Verdachtsfall und weitere Informationsangebote.

Wie können wir Ihnen helfen?

    Gartenunfaelle

    Gefahrenquelle Gartenarbeit: Wie sich Unfälle vermeiden lassen

    Gartenunfälle zählen vor allem in den Sommermonaten zu den häufigen Unfallursachen.

    Infos zur Pressemitteilung

    23.06.2021BG Kliniken

    Pressekontakt

    Profilbild Eike Jeske

    Eike Jeske

    Bereichsleiter Unternehmens­kommunikation und Marketing
    030 330960-119E-Mail

    Oft kommt es bei der Gartenarbeit zu leichten Verletzungen durch Schnitte, Splitter und Dornen. Werkzeuge wie Sägen und Astscheren können auch zu schweren Verletzungen oder sogar zur Amputation von Gliedmaßen führen.
    Die Gefahr einer Wundinfektion entsteht bereits durch eine kleine offene Stelle in der Haut, einen Kratzer oder durch den Stich einer Rose. Kommt die verletzte Stelle mit Keimen oder Bakterien in Berührung, können die Erreger tief in die Haut eindringen. Im schlimmsten Fall kann dies zu einer Blutvergiftung führen. Prof. Frank Siemers, Chefarzt für Plastische und Handchirurgie am BG Klinikum Bergmannstrost Halle: „Erst letzte Woche mussten wir einer Patientin einen Teil des Fingers amputieren, weil sich die Infektion schon auf den Knochen ausgeweitet hatte.“
    Scheinbar harmlose Verletzungen können dann deutlich schlimmer ausgehen als vermutet. „Ich appelliere an alle Patientinnen und Patienten, wachsam zu sein. Sobald die Verletzung den Anschein erweckt, dass eine Infektion vorliegt, sollte umgehend ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Pochen, Rötungen oder Schwellungen können hier ein Indiz sein.“

    Auch die körperliche Belastung wird bei der Gartenarbeit häufig unterschätzt. Überlastungsschmerzen gehen dabei über die üblichen Rückenschmerzen hinaus. „Was wir derzeit häufig bei uns sehen, sind vor allem Überlastungsschäden an den Händen wie Sehnenscheidenentzündungen oder Schnappfinger", so Siemers. 
    Regelmäßige Pausen vermindern daher die Unfallgefahr sowie eine Überlastung des gesamten Bewegungsapparats.

    Besonders wichtig: Prävention

    Außerdem rät der Mediziner zur Prävention. Um Gartenunfälle zu vermeiden, sollten folgende Schutzmaßnahmen befolgt werden:

    • Tragen von richtiger Kleidung, wie festes Schuhwerk, Gartenhandschuhe, lange Hose, Schutzbrille usw.
    • Auffrischung der Tetanusimpfung. Kleine oberflächliche Hautverletzungen genügen, um sich mit Wundstarrkrampf zu infizieren
    • Konzentration, vor allem beim Hantieren mit motorisierten Geräten, wie Rasenmäher, Heckenschere, Motorsäge sowie auf herumliegende Gartengeräte achten
    • Beim Besteigen einer Leiter vergewissern, dass diese sicher auf einem flachen Untergrund steht und die Sprossen fest montiert sind
    • Kräfte einsparen, regelmäßige Pausen einlegen und das Trinken nicht vergessen