Frau beim Fitness-Training

Verletzungen im Fitness-Sport vermeiden und behandeln

Teilnehmende für neue Studie am BG Universitätsklinikum Bergmannsheil gesucht

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15.12.2021BG Kliniken

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Robin Jopp

Leiter Stabsstelle Unternehmens­kommunikation
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Fitness-Studios sind bei Hobby-Sportlerinnen und -Sportlern sehr beliebt. Sie investieren viele Stunden in ihr Körpertraining,  manche schon fast auf Profi-Niveau. Doch oft fehlt das Wissen darüber, wie man sein Sportprogramm gestalten sollte, ohne den eigenen Körper zu überlasten oder sogar zu verletzen. An der Chirurgischen Universitätsklinik des BG Universitätsklinikums Bergmannsheil (Direktor: Prof. Dr. Thomas A. Schildhauer) startet jetzt eine umfangreiche Studie. Das Forschungsteam unter Leitung von PD Dr. Matthias Königshausen will herausfinden, welche Übungsmuster und Trainingsstrategien vermehrt zu Problemen des Bewegungsapparates führen. Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, Ansätze zur Verbesserung von Trainingsmethoden zu entwickeln und neue Erkenntnisse für die sportartspezifische Behandlung von Verletzungen und Schmerzen zu gewinnen.

Falsches Training kann zu nachhaltigen Problemen führen

„Viele Hobby-Sportlerinnen und -Sportler trainieren ohne Trainings-Betreuung oder nutzen nur zeitweise eine professionelle Anleitung“, sagt Dr. Maria Bernstorff, Assistenzärztin an der Chirurgischen Klinik und Mitglied der Forschungsgruppe. „Gerade dann besteht aber die Gefahr, dass durch falsches Training Belastungssyndrome und nachhaltige körperliche Probleme entstehen können.“ Als Leistungssportlerin trainiert sie selbst regelmäßig und kennt daher nicht nur die medizinische Seite beim Thema Sportverletzungen. Die ehemalige Leichtathletin hat inzwischen im CrossFit ihre sportliche Heimat gefunden und bereits bei der Fitness-Bundesliga teilgenommen. Aufgrund persönlicher Erfahrungen aber auch von Erfahrungen im Freundes- oder Bekanntenkreis über Beschwerden beim Fitness- und Kraftsport entstand die Idee für eine groß angelegte Studie, da mit einer hohen Dunkelziffer von chronischen Beschwerden oder Verletzungen beim Ausüben dieser Sportart zu rechnen ist. Das Spektrum reicht beispielsweise von chronischen Schmerzen bis zu Ermüdungsbrüchen und muskuloskelettalen Verletzungen. Mit ihrer Studie will die Arbeitsgruppe eine Wissenslücke in der Forschung schließen und neue Impulse für ein gesundes Fitnesstraining im Hobbybereich liefern.

Von der Theorie in die Praxis

Unterstützung gibt es von ortsansässigen Sportbetrieben wie beispielsweise vom Fitnessstudiobetreiber FitX oder von Blackband Athletics Bochum. Das Essener Unternehmen FitX zählt zu den günstigen Anbietern auf dem Fitnessmarkt, legt aber laut Geschäftsführung großen Wert auf gesundheitsfördernde Trainingsmaßnahmen und eine gute Betreuung: „Die Nachhaltigkeit unseres Trainingsangebotes ist uns wichtig. Deswegen arbeiten wir kontinuierlich mit unseren Sportwissenschaftlern an der Verbesserung unseres Angebotes. Die Ergebnisse einer solchen Studie sind für uns besonders interessant, da wir sie in die Gestaltung unserer Studiowelt und in die Trainingspläne unserer Mitglieder einfließen lassen können“, sagt FitX-Geschäftsführer Markus Vancraeynest. „Je mehr Menschen daran teilnehmen, umso belastbarer sind die Ergebnisse. Deswegen informieren wir unsere Mitglieder direkt in den Studios und über Social Media und fordern sie zur Teilnahme auf.“ Das Blackband Athletics in Bochum ist einer der größten Anbieter von CrossFit bzw. funktionellem Training in der Umgebung und legt durch Kleingruppentraining mit zertifizierten Trainern großen Wert auf die Gesundheit ihrer Sportler. Geschäftsführerin Janina Malik betont, dass gerade bei einem hoch-intensiven Training der Fokus auf der korrekten Ausführung von Bewegung gelegt werden muss und Blackband Athletics immer sehr viel Wert auf die Gesunderhaltung seiner Mitglieder legt: „Die Ergebnisse der Studie sind auch für uns hoch interessant, weil sie es uns ermöglicht, zukünftig unsere Mitglieder qualitativ noch besser zu betreuen.“

Jeder und jede Interessierte ist herzlich eingeladen, an der Studie teilzunehmen, selbstverständlich auch alle Menschen, die in anderen Fitnessstudios trainieren. Die Teilnahme ist kostenfrei und erfolgt vollständig anonymisiert. Die Online-Befragung steht hier zur Verfügung.

Fachlicher Kontakt:

Dr. med. Maria Alexandra Bernstorff
Chirurgische Universitätsklinik
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil gGmbH
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
E-Mail: maria.bernstorff[at]bergmannsheil.de

PD Dr. med. Matthias Königshausen 
Chirurgische Universitätsklinik 
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil gGmbH
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
E-Mail: matthias.königshausen[at]bergmannsheil.de