Vorgespräch zwischen BG Kliniken und ver.di zum Tarif 2026 ohne Annäherung beendet
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24.03.2026Pressekontakt

Eike Jeske
Am 17. März 2026 haben die BG Kliniken und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ein erstes Gespräch zur möglichen Weiterentwicklung der tariflichen Regelungen für nichtärztliche Mitarbeitende in der Pflege, Therapie und anderen Berufsgruppen geführt.
Dabei handelte es sich ausdrücklich um ein vorgezogenes Sondierungsgespräch, da der bestehende Tarifvertrag derzeit nicht gekündigt ist und auch die sonstigen tariflichen Voraussetzungen für die Aufnahme von Gesprächen noch nicht erfüllt sind. Ziel war es, die jeweiligen Positionen beider Seiten im Interesse der Beschäftigten frühzeitig auszuloten.
Vor diesem Hintergrund wurden in dem Termin keine konkreten Verhandlungen geführt und folglich auch kein Angebot der Arbeitgeberseite vorgelegt.
Die BG Kliniken haben in dem Gespräch erklärt, sich grundsätzlich an der jüngsten Tarifeinigung zwischen ver.di und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) orientieren zu wollen, sowie mögliche ergänzende, klinikspezifische Regelungen für einzelne Berufsgruppen skizziert.
Ver.di hat demgegenüber weitergehende Forderungen formuliert, unter anderem eine über die TdL-Einigung deutlich hinausgehende Entgeltentwicklung sowie zusätzliche Urlaubstage.
„Wir befinden uns derzeit nicht in Tarifverhandlungen. Es ging in diesem Termin ausschließlich darum, Positionen auszutauschen. Vor diesem Hintergrund ist es aus unserer Sicht nicht hilfreich, dass ver.di angebliche arbeitgeberseitige Angebote nach draußen trägt und als solche bewertet“, erklärt Ingo Thon, Verhandlungsführer der BG Kliniken. „Wir wollen Leistungen, die uns als BG Kliniken besonders auszeichnen, auch besonders vergüten. Dafür bedarf es aber weiterer Gespräche, um hierzu eine gemeinsame Sichtweise beider Seiten zu entwickeln.“
Die Gespräche sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden.