Wie können wir Ihnen helfen?

    Weaning

     Bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen ist oft eine künstliche Beatmung auf der Intensivstation notwendig. Je länger diese Phase dauert, desto mehr bilden sich unter anderem die Muskeln, die das Atmen ermöglichen, zurück. Das kann dazu führen, dass Patienten nicht mehr eigenständig atmen kön-nen. 

    Ihr Ansprechpartner

    Ulrike Kritzler

    Oberärztin Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerzmedizin

    030/5681-3101030/5681-3103E-Mail

    Vordringliches Ziel unserer Station ist es deshalb, die Patienten von der maschinellen Beatmung zu entwöhnen – das sogenannte Weaning. In einigen Fällen treten nach einer langer Intensivtherapie Schädigungen des Nervensystems auf, die zu einer Lähmung und Schwäche der gesamten Muskulatur führen können, wodurch das eigenständige Atmen eingeschränkt wird. 
    Mit unterschiedlichen Beatmungstherapien wird die Atemmuskulatur wieder trainiert, damit der Patient mittelfristig wieder möglichst selbstständig atmen kann. Insbesondere auch COPD-Patienten sollen so vor einer dauerhaften Heimbeatmung bewahrt werden, um ihnen ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben in der Häuslichkeit zu ermöglichen. Nur wenn eine vollständige Entwöhnung aufgrund der Schwere der Erkrankung nicht möglich ist, erfolgt die Umstellung auf eine außerklinische (Heim)beatmung. 

    Multiprofessionelles Team 

    Neben der Entwöhnung vom sogenannten Respirator gehören auch Maßnahmen der Frührehabilitation zum Therapieprogramm der Weaning-Station. So können Neuro-Frühreha-Patienten bereits beatmet übernommen und hier entwöhnt werden. Ein erfahrenes, multiprofessionelles Team aus Intensivmedizinern, speziell ausgebildetem Pflegepersonal, Atmungstherapeuten, Logopäden, Physio- und Ergotherapeuten sowie Psychologen arbeitet hier eng zusammen. 
    Wichtig ist uns, die Angehörigen in den Behandlungsprozess mit einzubeziehen und alle Fragen, Ängste und Sorgen ernst zu nehmen. Unser Überleit-Management organisiert bei der Entlassung aus der Klinik alle notwendigen Hilfsmittel bis hin zu Reha-Maßnahmen und spezieller Pflege.
     

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