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    Annette Hofmann Pflegedirektorin BG Klinik Ludwigshafen

    Annette Hofmann will Pflege moderner gestalten

    Pflege modernisieren, gute Rahmenbedingungen schaffen, Qualität sichern – die neue Pflegedirektorin Annette Hofmann hat sich Einiges vorgenommen. Ihre ersten drei Monate an der BG Klinik Ludwigshafen waren eine sehr intensive Zeit, in der sie viel Neues aufgenommen hat, sagt sie. Zugleich hat sie von Anfang an tatkräftig mit angepackt, etwa in der Arbeitsgruppe Recruiting oder beim Thema Pflegeausbildung. Die 49-jährige hat viele Jahre Erfahrung in leitenden Positionen an verschiedenen Einrichtungen. Für den Job an der Ludwigshafener Spezialklinik bringt Annette Hofmann also viel mit.

    Infos zur Pressemitteilung

    24.03.2021BG Klinik Ludwigshafen

    Pressekontakt

    Profilbild Ute Kuehnlein

    Ute Kühnlein

    Leiterin Presse- und Öffentlich­keits­arbeit
    0621 6810-8507E-Mail

    Viele neue Eindrücke

    Die ersten Wochen an der Klinik hat sie aufmerksam genutzt, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen, viele Eindrücke zu gewinnen und so viel wie möglich aufzunehmen. „Ich frage viel“, sagt sie. Und sie hört zu. Das mache eine gute Führungskraft für sie aus. In vielen Themen ist sie schon drin, denn Pflege sei eben auch viel Tagesgeschäft. „In die Strukturen arbeite ich mich derzeit ein“, so Hofmann, die sich dabei auch auf ihr Team verlässt: „Ich habe super gute Führungskräfte auf den Stationen, die mich unterstützen und mir sagen, wo den Kolleginnen und Kollegen der Schuh drückt.“ Raum für Entwicklung gebe es immer, so Hofmann, doch das Grundgerüst, das sie hier vorgefunden hat, sei sehr solide.

    Austausch auf Augenhöhe

    Dass die Menschen hier an der Klinik sehr offen sind, ist ihr schon auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch aufgefallen. Der erste Eindruck sei sehr nett gewesen, sagt Hofmann: „Die Leute schauen einen an, lächeln, grüßen.“ Und die Mitarbeitenden sind bereit, ihr Wissen zu teilen, was ihr gerade in der stressigen Anfangszeit sehr geholfen hat. Auch den Kontakt mit den weiteren Berufsgruppen der Klinik empfindet sie als positiv. Der Austausch sei sachlich, der Kontakt mit den Medizinern auf Augenhöhe. „Auch das habe ich schon anders erlebt“, so Hofmann.

    Harte Schule Altenpflege

    Erlebt hat Annette Hofmann in der Pflege schon so Einiges. Nach ihrer Ausbildung zur Kinderkrankenschwester in Kaiserslautern wechselt sie nach Grünstadt, wo sie zunächst als Krankenschwester arbeitet, schon bald aber die Stationsleitung und schließlich die Leitung einer gynäkologischen Abteilung übernimmt. Berufsbegleitend beginnt sie 2008 das Studium Pflegemanagement an der Fachhochschule Frankfurt am Main, das sie im Juli 2012 abschließt. Die dann folgende Zeit als Pflegedienstleitung und stellvertretende Einrichtungsleitung in einem Haus der Altenpflege mit 114 Betten bezeichnet sie als harte Schule: „Man musste immer schauen, wie man die Prozesse steuert und das Personal einsetzt, so dass alles passt.“

    Das Herz schlägt für die Pflege

    Im August 2011 wechselt sie als Pflegedienstleitung nach Darmstadt ans Klinikum, wo sie im November 2014 Pflegedirektorin wird. Knapp 1000 Mitarbeitende in Pflege und Funktionsdienst unterstehen ihr hier. Den nächsten Schritt wagt sie wieder in die Altenpflege. Zehn Einrichtungen der Caritas Altenwohn- und Pflegegesellschaft leitet sie als Geschäftsführerin und sieht die Zeit rückblickend als wichtige Station für ihre persönliche Weiterentwicklung. Doch es zieht sie zurück in die Klinik, denn ihr Herz schlägt für die Pflege im Krankenhaus. Sie schätzt es, mit anderen Berufsgruppen zu arbeiten, sich interdisziplinär auszutauschen. Und sie mag es, Strukturen zu schaffen.

    Strukturen schaffen

    Als Mitglied der Unternehmensleitung hat Annette Hofmann dafür den nötigen Spielraum und gibt als Pflegedirektorin die strategische Ausrichtung der Pflege vor: Wie sind die Stationen ausgestattet, wie wird das Personal eingesetzt, wie wird die Ausbildung strukturiert? Neben der aktuellen Situation vor Ort hat sie dabei auch die übergreifenden Fragen im Blick: Wie kann man dem Personalmangel begegnen, wohin entwickelt sich die Pflege, wie sehen moderne Standards aus und wie werden sie vor Ort integriert? Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Pflege nach vorne zu bringen. Dabei gelte es natürlich, auf die Qualität zu achten und zugleich die Wirtschaftlichkeit im Blick zu behalten.

    Pflege modern gestalten

    „Man merkt im täglichen Umgang, dass die BG Klinik Ludwigshafen eine spezialisierte Klinik ist“, stellt Hofmann fest. Therapie und Pflege finden auf hohem Niveau statt, in der Pflege werden fast ausschließlich Pflegekräfte mit dreijähriger Ausbildung beschäftigt. Das zeigt den hohen Qualitätsanspruch des Hauses. Das hohe Niveau will sie sichern, mit Blick in die Zukunft aber auch weiter ausbauen und die Pflege moderner gestalten. Hofmann: „Es gibt hier viele Kollegen mit großer Berufserfahrung, die schon lange Jahre an der BG Klinik Ludwigshafen arbeiten,“ sagt Hofmann. „Zugleich brauchen wir für die Pflege eine gesunde Mischung aus erfahrenen Kräften und dem jungen Nachwuchs.“

    Ambitionierte Pläne

    Der Mix macht es aus, daher hat sie sich für das Jahr 2021 große, aber erreichbare Ziele gesteckt. So soll die Zahl der Auszubildenden von derzeit sechs auf dann 20 pro Jahrgang erhöht werden. Die Kooperationen mit den beteiligten Schulen stehen kurz vor dem Abschluss. Auch die Akademisierung ist für sie, die selbst Pflegemanagement studiert hat, ein Thema.
    Erfahrene Mitarbeiter will sie halten, so Hofmann. Sie sollen Wertschätzung erfahren und gute Arbeitsbedingungen vorfinden, damit sie sich weiterentwickeln und entfalten können und ihr Wissen in den „Generationenmix Pflege“ einbringen. Einen Anfang hat sie mit einem Workshop für Führungskräfte gemacht (Bild), der künftig regelmäßig stattfinden soll. Zugleich sollen alte wie junge Mitarbeitende von familienfreundlichen Arbeitszeiten profitieren. Ein tragfähiges Ausfallkonzept ist ebenso in Arbeit – mit Etablierung eines Springerpools, der Pflegekräften verlässliche Arbeitszeiten ermöglicht.

    Offene Pflegejobs

    Und: Freiwerdende Stellen sollen nachbesetzt werden. Das klingt zunächst simpel, ist aber alles andere als einfach. Ihr Fachwissen und ihre Expertise bringt sie daher in die Arbeitsgruppe Recruiting mit ein, die sich zum Ziel gesetzt hat, mehr Bewerber für offene Pflegejobs an der BG Klinik Ludwigshafen zu gewinnen.
    „Pflege ist ein phantastischer Beruf“, sagt Hofmann, denn man bekomme immer auch etwas zurück. Sie hofft, dass sich die Wahrnehmung der Pflege in der Öffentlichkeit wandelt, dass anerkannt wird, welchen Beitrag die Pflege zur Genesung der Patienten beiträgt. Dass die Rahmenbedingungen dafür an der BG Klinik Ludwigshafen stimmen, dafür möchte sie mit ihrem Team sorgen, und betont: „Wer sich auf den Weg zu uns machen und hier arbeiten will, ist herzlich willkommen!“