Pflegerin des Jahres Manja Bergmann

Momente für Kraft, neuen Lebensmut und Zuversicht: Manja Bergmann aus der BG Klinik Ludwigshafen ist Pflegerin des Jahres

Unsere Kollegin Manja Bergmann ist Deutschlands Pflegerin des Jahres. Die Initiative „Herz & Mut“ ehrt mit dem jährlich vergebenen Preis Pflegekräfte, die auf besondere Weise in ihrem Beruf Herz und Mut unter Beweis stellen. Angehörige, Patienten und Arbeitskollegen hatten dieses Jahr rund 1.000 Pflegerinnen und Pfleger für den Award vorgeschlagen. Eine Fachjury wählt die Preisträger aus.

Infos zur Pressemitteilung

11.05.2026

Pressekontakt

Ute Kühnlein

Leitung Unternehmenskommunikation
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Die 48-jährige Krankenschwester Manja Bergmann arbeitet im Querschnittzentrum der BG Klinik Ludwigshafen und betreut dort Menschen mit schwerwiegenden Rückenmarkverletzungen insbesondere nach Arbeits- und Verkehrsunfällen. Seit 25 Jahren als Pflegerin auf der „Station Q“, kennt Bergmann die Sorgen und Nöte der Patientinnen und Patienten genau. Für viele ändert sich nach solch einem Unfall das Leben von einer Sekunde auf die andere. Nach der akuten Notfallversorgung beginnt eine anstrengende und mitunter Jahre dauernde Therapie mit allen emotionalen Höhen und Tiefen. 

Die Jury zeigte sich beeindruckt davon, wie die Pflegerin des Jahres sich mit Kompetenz und Empathie ein enges Vertrauensverhältnis zu den Patienten aufbaut und sie bestmöglich auf ihrem langen Weg der Rehabilitation und hin zu möglichst viel Selbstständigkeit und Teilhabe am Leben unterstützt. In Eigeninitiative hat sich Manja Bergmann Zusatzqualifikationen in Stressmanagementmethoden erworben, wie etwa Rollstuhl-Yoga oder Atemtraining. Später hat sie sich zur Aromapflege-Expertin weitergebildet. Für Patienten kreiert sie so Momente, aus denen diese Kraft, neuen Lebensmut und mentale Stärke ziehen können. 

Das große Engagement und Fachwissen von Manja Bergmann hat die Jury von „Herz & Mut“ überzeugt. Sie schreibt in ihrer Begründung zur Wahl: „Manja Bergmann ist als vorbildliche Praxisanleiterin, aufgrund ihrer über 25-jährigen Tätigkeit im Bereich Querschnittlähmung sowie ihres ausdauernden Engagements rund um das Thema Aromapflege, das Hochleistungsmedizin und Menschlichkeit verbindet, Pflegerin des Jahres 2026.“ 

Mirjam Rienth, Inhaberin des Preisinitiators Jobtour medical, sagt: „Mit ihrer Arbeit steht Manja Bergmann exemplarisch für eine Pflege, die Kompetenz und gelebte Menschlichkeit verbindet. Sie steht für Hoffnung und Lebensmut und beweist eindrucksvoll mit ihrer Arbeit, dass neue Wege einfach gegangen werden können. Sie ist Sinnbild einer positiven und zukunftsgerichteten Pflege.“ Weiter macht Rienth deutlich: „Durch den Preis und die Kampagne Herz & Mut werben wir seit nunmehr zehn Jahren für eine höhere Anerkennung, was Pflege für unsere Gesellschaft leistet. Auch wenn sich in den vergangenen Jahren vieles verbessert hat: Wir dürfen nicht nachlassen, es uns immer wieder vor Augen zu führen, dass Pflege ein elementarer Stützpfeiler unserer Gesellschaft ist.“ 

„Fachliche Kompetenz und großes Engagement“

„Von Herzen gratulieren wir unserer Manja Bergmann zur Auszeichnung ‚Pflegerin des Jahres 2026‘!“, sagt Andrea Jurcicek, Pflegedirektorin der BG Klinik Ludwigshafen „Diese besondere Ehrung berührt uns sehr, denn sie zeichnet einen Menschen aus, der Pflege jeden Tag mit viel Herz, Wärme und enormer Fachkompetenz lebt. Manja Bergmann begegnet Menschen mit großer Wertschätzung und schafft es souverän, selbst in schwierigen Situationen, Ruhe und Wärme auszustrahlen. Das macht sie für unsere Patientinnen und Patienten ebenso wie für das gesamte Team so besonders. Wir freuen uns sehr, dass ihr Einsatz mit viel Herz auf diese Weise Anerkennung findet. Manja Bergmann erhält diese Auszeichnung auch stellvertretend für alle Pflegekräfte, die täglich ihr Bestes für unsere Patientinnen und Patienten geben.“  

Der scheidende baden-württembergische Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha beglückwünschte die Preisträgerinnen und Preisträger. Bei der Preisverleihung in der Max Grundig Klinik auf der Bühlerhöhe bei Baden-Badenn betonte er: „Pflege ist weit mehr als medizinische Versorgung: Sie verbindet fachliche Exzellenz mit Menschlichkeit und Verantwortung. Die heutigen Beispiele zeigen eindrucksvoll, mit wie viel Engagement, Kompetenz und Innovationskraft Pflege gelebt wird und dass der Pflegeberuf ein hohes Maß an Expertise und Fachwissen erfordert. Gerade angesichts wachsender Herausforderungen muss die Pflege nicht nur durch mehr Anerkennung, sondern auch durch Professionalisierung und die Übertragung heilkundlicher Befugnisse gestärkt werden. Denn eine gute Pflege ist unverzichtbar für eine moderne und menschenwürdige Gesundheitsversorgung.“ 

Preisverleihung in Baden-Baden

Der zweite Preis geht an Jonas Kirschner (38). Er ist Gesundheits- und Krankenpfleger in der Psychiatrie und Psychotherapie und arbeitet in den Heinrich Sengelmann Kliniken in der Nähe von Hamburg auf einer geschützten Station. Mit dem dritten Platz wird Vanessa Body (29), examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Anästhesie des LMU Klinikums München, ausgezeichnet. Sie engagiert sich ehrenamtlich in ihrem Geburtsland Madagaskar auf einem Hospitalschiff als Teil des Anästhesie-Teams im OP. 

Die Preisträger wurden am 9. Mai 2026 bei einer Feier in Baden-Baden geehrt. Der Pflege-Award wird dieses Jahr zum zehnten Mal verliehen und ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. 

Foto: BG Klinik Ludwigshafen / Maximillian Biedermann