Schultereckgelenksprengung

Die akute Schultereckgelenksprengung (AC-Gelenksluxation) ist häufig eine Folge von Stürzen auf den Arm oder auf die Schulter. Je nach Ausprägung der Instabilität ist eine konservative oder operative Therapie erforderlich. Die konservative Therapie dient vor allem der Schmerzlinderung mit gegebenenfalls kurzzeitiger Ruhigstellung und Krankengymnastik. Eine Operation muss äußerst zeitnah innerhalb von zwei Wochen nach dem Unfall erfolgen.

Therapie und Operationsverfahren

Es gibt eine Vielzahl operativer Verfahren zur Behandlung dieser Verletzung. Wir favorisieren die Arthroskopie (Spiegelung) der Schulter, denn dabei lassen sich gleichzeitig Begleitverletzungen erfassen und behandeln. Dann erfolgt die arthroskopisch gestützte Stabilisierung über ein Flaschenzugprinzip (Dog Bone®). Dies erspart zudem die im Falle einer Stabilisierung über eine Hakenplatte erforderliche Entfernung des Metalls nach vier Monaten.

Im Falle einer länger als drei Wochen zurückliegenden Verletzung ist nicht mehr mit einer ausreichend stabilen Narbenbildung zu rechnen. In diesem Fall wird zusätzlich eine Sehne (Hamstring-Sehne aus der gleichseitigen Oberschenkelrückseite) eingezogen werden. Nach dem Eingriff ist ein stationärer Aufenthalt von zwei bis fünf Tagen erforderlich.

Nachbehandlung

Die Schulter wird nach der Operation für zwei Wochen im Schlingenverband ruhiggestellt, gefolgt von einer nächtlichen Ruhigstellung über weitere zwei Wochen. Nach sechs Wochen beginnt der gezielte Belastungsaufbau. Die verwendeten Implantate können im Körper verbleiben.