Das BG Klinikum Duisburg und der Kanusportverein Duisburg-Wedau starten ein gemeinsames Pilotprojekt, um auch Menschen mit Handicap den Zugang zur Trendsportart SUP zu eröffnen. Vereinsgeschäftsführer Jürgen Kruse und der erste Vorsitzende Johannes Schäfer arbeiten dazu künftig eng mit den Sporttherapeuten Dustin Block und Volker Griesbeck zusammen (v.l.n.r.). Foto: BG Klinikum Duisburg

Reha-orientiertes Stand-Up-Paddling

Stand-Up-Paddling, kurz SUP, hat sich zu einer beliebten Wassersportart entwickelt. Es eignet sich für jedes Alter, ist leicht zu lernen und damit genau das Richtige für die Behandlung von Rehabilitandinnen und Rehabilitanden. Ab sofort nimmt das SUP-Training einen festen Platz in der Therapie von unfallverletzten Rehabilitandinnen und Rehabilitanden ein.

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09.09.2022

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Sandra Funck

Stabsstelle Unternehmenskommunikation und Marketing
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BG Klinikum Duisburg erweitert sein Outdoor-Therapieangebot

Auf die Idee sind zwei wassersportbegeisterte Sporttherapeuten der Therapieabteilung im BG Klinikum Duisburg während einer Schulung gekommen. Dank ihrer Initiative ist jetzt eine Kooperation mit dem Kanusportverein Duisburg-Wedau entstanden. Neben zahlreichen anderen Outdoor-Aktivitäten im Naherholungsgebiet, die das Klinikum bereits in seiner Sporttherapie anbietet, geht es nun also auch aufs Wasser. 

„Wir haben viele Patientinnen und Patienten, für die das eine sehr wirkungsvolle Alternative ist“, erklärt Volker Griesbeck, der sich gemeinsam mit Dustin Block für das SUP-Training in der Therapieabteilung der Unfallklinik eingesetzt hat. So haben Neurorehapatientinnen und -patienten die Möglichkeit, auf schonende Weise tiefliegende Muskeln zu trainieren, ihren Gleichgewichtssinn zu verbessern und Stabilität zurückzugewinnen. Aber auch Patientinnen und Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen und -verletzungen können über diese Maßnahme Verbesserungen im Bereich der Rumpfmuskulatur erzielen, ihre Ausdauerleistungsfähigkeit steigern und ihr physisches Wohlbefinden erhöhen. Gleiches gilt für Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Verletzungen der unteren Extremitäten, die im Klinikum eine stationäre Reha durchführen. Und auch im Behandlungskonzept von Post-Covid-Betroffenen kann das SUP-Training kardio- und pulmonale Aspekte positiv beeinflussen und verschiedene Symptome lindern.

SUP-Training ruft viele positive Effekte hervor

Die Mitglieder der SUP-Sparte des Kanusportvereins paddeln bereits seit vielen Jahren auf dem Wambachsee. Stehend, sitzend, auf Knien oder liegend – auf dem SUP-Board können die Teilnehmenden genauso trainieren, wie es ihre persönliche Fitness oder eben der Verletzungsgrad erlaubt. „Nur wenige Minuten auf dem Brett reichen aus, um ein ganz anderes Körpergefühl zu bekommen“, berichtet der erste Vorsitzende Johannes Schäfer aus Erfahrung. Gemeinsam mit Geschäftsführer Jürgen Kruse freut er sich, das BG Klinikum unterstützen zu dürfen. Mit mehreren Ausbildungen hat der Verein Volker Griesbeck und Dustin Block fortgebildet. „Beide haben Sicherheitstrainings absolviert und sind nun so versiert in diesem Bereich, dass sie die Patientinnen und Patienten sicher betreuen können.“

Für das Training auf dem Wasser hat das BG Klinikum Duisburg extra sechs Therapieboards angeschafft, die mit rund 70 Zentimetern breiter sind als übliche Modelle und damit den Patientinnen und Patienten ein sicheres Gefühl vermitteln. Schritt für Schritt gewinnen die Betroffenen beim Paddeln unter professioneller Anleitung ihre Stabilität aber auch das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zurück.

Langzeitwirkung erwünscht

Natur pur, eine leicht erlernbare sportliche Aktivität und spürbare Erfolge: Das BG Klinikum Duisburg und der Kanusportverein Duisburg-Wedau hoffen, dass mit Spaß an der Bewegung und mit positiven Erlebnissen auf dem Board in freier Natur die Lust auf mehr geweckt wird und sich nachhaltige Effekte für eine gesundheitsorientierte Freizeitaktivität nach der Reha ergeben. Der Kanusportverein bietet Interessierten an, den SUP-Sport mit Schnuppertrainings auf ihrer Anlage oder gar mit einer Vereinsmitgliedschaft weiterzuführen. Auch die Fachleute im BG Klinikum helfen gerne beratend und durch die Vermittlung an geeignete Institutionen und Vereine am Heimatort weiter.

  1. Sporttherapeut Volker Griesbeck auf dem SUP-Board

    Sporttherapeut Volker Griesbeck demonstriert, dass man auf dem SUP-Board auch sitzen, knien oder liegen kann. So können die Teilnehmenden genauso trainieren, wie es Verletzungsgrad und persönliche Fitness erlauben. Foto: BG Klinikum Duisburg

  2. Sporttherapeut Dustin Block beim Paddeln

    Sporttherapeut Dustin Block zeigt, dass für die Körperstabilität entscheidend ist, nur aus dem Körper heraus mit der Kraft aus dem Rumpf zu paddeln. Die Arme sind nur eine Verlängerung. Foto: BG Klinikum Duisburg

  3. Bilder Alttext

    Das BG Klinikum Duisburg und der Kanusportverein Duisburg-Wedau hoffen, dass mit Spaß an der Bewegung und mit positiven Erlebnissen auf dem Board die Lust auf mehr geweckt wird. Vereinsgeschäftsführer Jürgen Kruse und der erste Vorsitzende Johannes Schäfer arbeiten eng mit den Sporttherapeuten Dustin Block und Volker Griesbeck zusammen (v.l.n.r.). Der Verein bietet Interessierten an, den SUP-Sport mit Schnuppertrainings auf ihrer Anlage oder gar mit einer Vereinsmitgliedschaft weiterzuführen. Foto: BG Klinikum Duisburg