Aktuelles zu COVID-19

Hier finden Sie Hinweise zum korrekten Verhalten im Verdachtsfall und weitere Informationsangebote.

Wie können wir Ihnen helfen?

    Schulterinstabilität (Luxation der Schulter)

    Bei der Schulterinstabilität kommt es zu einem Ausrenken des Oberarmkopfes aus der Schulterpfanne.

    Das Schultergelenk ist das am häufigsten von Luxationen betroffene Gelenk. Durch Stürze auf den abgespreizten Arm, durch Wurf- und Ausholbewegungen, Krafttraining und andere hohe Belastungen der Schulter in abgespreizter Position kann die Gelenklippe inklusive verschiedener Stabilisierungsbänder von der Gelenkpfanne abgeschert werden. Der Oberarmkopf rutscht hierbei vollständig (Luxation = „Auskugeln“) oder teilweise (Subluxation) nach vorn, seltener nach hinten über die Gelenkpfanne hinaus. Das Wiedereinrenken (Reposition) sollte möglichst schnell und schonend erfolgen und gelingt meist geschlossen ggf. mit kurzer Narkose durch spezielle Repositionstechniken.

    Die weitere Diagnostik erfolgt durch eine ausführliche Untersuchung und spezifische Tests wie den sogenannten Provokationstest oder Instabilitätstest und wird durch radiologische Untersuchungsverfahren (konventionelles Röntgen, MRT) verifiziert. Bei knöchernen Verletzungen und in Einzelfällen kann eine Computertomografie (CT) erforderlich sein. 

    Insbesondere bei älteren Patienten kann zunächst ein konservativer (nicht operativer) Therapieansatz mit physiotherapeutischen Übungen sinnvoll sein. Bei jüngeren und insbesondere sportlich aktiven Patienten oder wenn die konservativen Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg erzielen, wird die operative Stabilisierung empfohlen.

    Schonender minimalinvasier operativer Eingriff mittels Arthroskopie

    Die Operation erfolgt vollständig arthroskopisch, was eine äußerst schonende Vorgehensweise ermöglicht. Dabei wird die vordere Gelenklippe und die Gelenkkapsel durch kleine Knochenanker an der ursprünglichen Position auf der knöchernen Gelenkpfanne wieder angeheftet. Falls notwendig können Verletzungen des Kapsel-Band-Apparats während desselben operativen Eingriffs entsprechend „gerafft“ werden. Selbst wenn es im Rahmen der Luxation zu frischen Frakturen (knöchernen Verletzungen) oder bei wiederholten Luxationen zu größeren Abriebdefekten des Knochens gekommen ist, werden diese Operationen zum Wiederanheften des Knochens oder zum Knochenaufbau in unserer Klinik arthroskopisch durchgeführt. Hierbei wird das Fragment mit auflösbaren Stiften arthroskopisch wieder angeheftet. Bei nicht refixierbaren Fragmenten oder bei Knochenabriebdefekten an der Pfanne führen wir einen arthroskopischen Schulterpfannenaufbau durch um wieder stabile Verhältnisse zu schaffen. Hierbei wird ein Knochenspan vom vorderen Beckenkamm entnommen, arthroskopisch in die Schulter eingebracht und an der Schulterpfanne mit selbstauflösenden Schrauben befestigt. 

    Nachbehandlung der Schulterluxation

    Zur Sicherung der Einheilung der Gelenklippe oder von wieder angeheftetem Knochen ist eine konsequente Nachbehandlung und die Lagerung in einem Schulterkissen für drei bis vier Wochen unumgänglich. Um neben der Einheilung eine optimale Beweglichkeit zu erreichen, wird in dieser Zeit bereits mit den physiotherapeutischen Übungen begonnen.

    Verfügbar an den Standorten

    Alle Beiträge

    Aus unserem Ratgeber