Einblick in die derzeitige Corona-Situation

Die gegenwärtigen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind in der BG Unfallklinik Murnau deutlich spürbar. Dennoch ist die BG Unfallklinik Murnau auch in Krisenzeiten weiterhin erste Anlaufstelle für Patienten in der medizinischen Notfallversorgung in der Region und uneingeschränkt in ihren Leistungen.

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21.12.2021BG Unfallklinik Murnau

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Lisa Schwede

Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
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Mit Beschluss des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege wurden im November 2021 befristet alle Akutbetten der BG Unfallklinik Murnau in den bayerischen Krankenhausplan aufgenommen. Die BG Unfallklinik Murnau ist seitdem ein COVID-19-Schwerpunktkrankenhaus. Aufgrund der aktuellen Allgemeinverfügung mussten zudem die meisten unter medizinischen Aspekten aufschiebbaren Behandlungen und ambulanten Operationen abgesagt werden. Damit steht mehr Fachpersonal für die komplexe Versorgung von Corona-Patienten zur Verfügung.


Behandlung von Corona-Patienten

Die äußerst komplexe Behandlung der an COVID-19 erkrankten Patienten verlangt Ärzten, Pflegenden und Therapeuten vieles ab. In den letzten Wochen waren sowohl auf der Intensivstation als auch isoliert auf Normalstation mehr an COVID-19 erkrankte Patienten zu verzeichnen, als jemals zuvor im Laufe der Pandemie. Als einzige Klinik südlich von München verfügt die BG Unfallklinik Murnau über sogenannte ECMO-Geräte, ein Lungenersatzverfahren, das für besonders schwer an COVID-19 erkrankte Patienten die letzte Option ist.

Derzeit werden von den fünf Patienten auf der Intensivstation vier mit der ECMO-Therapie behandelt. Häufig müssen die Patienten auch dann noch beatmet und unter ECMO Therapie auf der Intensivstation behandelt werden, wenn der Corona-PCR Test bereits negativ ist. Aufgrund der schweren Verläufe bedürfen sie auch weiterhin eines erheblichen Therapieaufwandes, für den Ärzte, Pflegende und Therapeuten benötigt werden. Zurzeit betrifft dies zwei Patienten in der BG Unfallklinik Murnau.

Diese höchst pflegeintensive Behandlung hat zur Folge, dass aktuell nicht alle Intensivbetten betrieben werden können, da der Fokus auf der Behandlung schwerkranker COVID-Patienten liegt. In den letzten Wochen war durchschnittlich ein Viertel durch COVID-19-Patienten belegt. Mit den verbliebenen Intensivbetten werden alle akuten Notfälle und Unfälle versorgt. 

Seit Beginn der Pandemie wurden 150 Corona-Patienten in der BG Unfallklinik Murnau behandelt. Trotz der hochwertigen intensivmedizinischen Behandlung sind leider zehn der Corona-Intensivpatienten verstorben. 


Zusammen gegen Corona

Ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung der Pandemie ist das Erreichen einer möglichst hohen Impfquote in der Bevölkerung. Vier der fünf aktuellen COVID-19-Patienten auf der Intensivstation sind nicht oder nur unvollständig geimpft. Dreifach geimpfte Patienten mussten bisher nicht auf der Intensivstation behandelt werden. Kein einziger Patient musste bis jetzt aufgrund von Impfnebenwirkungen stationär behandelt werden, was bei 50.000 bis 60.000 geimpften Personen im direkten Einzugsgebiet der BG Unfallklinik Murnau die gute Verträglichkeit der empfohlenen Impfstoffe unterstreicht. 

Eine hohe Impfquote führt zu einem Rückgang der Infektionszahlen und dann im Verlauf auch zu einer Entspannung auf den Intensivstationen und damit einer Entlastung der ohnehin bereits sehr stark belasteten Kollegen in diesem Bereich.

Über das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) werden sowohl Erst- als auch Zweit- sowie Auffrischungsimpfungen angeboten. Somit haben auch die Beschäftigten der BG Unfallklinik Murnau einen einfachen Zugang zur Impfung. Dank umfassender mitarbeiterorientierter Aufklärungs- und Informationskampagnen liegt die Impfquote unter den Beschäftigten bei 84 % erreicht. Durch weitere wissenschaftsbasierte Aufklärung soll die Quote gesteigert werden.


Auswirkungen auf den Klinikbetrieb

Im Sinne der Patienten wurden die Besuchsmöglichkeiten solange aufrechterhalten, wie es angesichts des Pandemiegeschehens möglich war. Zum Schutz der Patienten und Kollegen musste jedoch am 22. November 2021 ein vorläufiger Besucherstopp beschlossen werden. Dies ist eine erhebliche Einschränkung für die Patienten, trägt aber dazu bei, mögliche Übertragungen zu reduzieren.

Die Personalsituation ist sehr angespannt und es gibt einige Engpässe. Dies wird dadurch verschärft, dass mit der Verbreitung der Omikron-Variante auch geimpfte Mitarbeiter in jedem Fall 14 Tage in Quarantäne müssen. Die BG Unfallklinik Murnau ist sehr dankbar dafür, dass ihre Kollegen flexibel und zudem hochqualifiziert sind. So haben sich beispielsweise viele Kollegen aus dem OP-Bereich und der Anästhesie bereiterklärt, die Pflege auf den Intensivstationen zu unterstützen.

Die aktuellen Entwicklungen des derzeitigen Pandemiegeschehens unterstreichen die Bedeutung der Vorgaben zur strikten und konsequenten Einhaltung der Doppelmaskenstrategie. Dies gilt sowohl für die Interaktion zwischen den Kollegen, als auch für die Arbeit am und mit dem Patienten. Zudem werden die AHA+L-Regeln ohne Ausnahmen stets eingehalten. 


Medizinische Versorgung jederzeit sichergestellt 

Die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zur 3G-Regelung am Arbeitsplatz ist in der BG Unfallklinik Murnau vollständig umgesetzt. Die Patienten können jederzeit darauf vertrauen, dass ihre Behandler und Ansprechpartner geimpft, genesen und/oder tagesaktuell getestet sind. Zudem ist die Versorgung mit Schutzausrüstung und Tests sichergestellt. Somit ist die BG Unfallklinik Murnau auch in Krisenzeiten weiterhin erste Anlaufstelle für alle Patienten in der medizinischen Notfallversorgung in der Region. Die BG Unfallklinik Murnau ist weiterhin uneingeschränkt in ihren Leistungen und jederzeit aufnahmefähig.