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Sotrovimab

An der therapeutischen Front gegen SARS-CoV-2 / COVID-19 nehmen (synthetische) monoklonale Antikörper, welche in einer frühen Erkrankungsphase ambulant systemisch verabreicht werden können bzw. sollten eine besondere Rolle ein, da sie die Intensivkapazitäten entlasten könnten. Über die Wirksamkeit von REGEN-COV (Casirivimab und Imdevimab) hatten wir bereits berichtet.

 

 

 

Sotrovimab (VIR-7831, Vir Biotechnology / GlaxoSmithKline) ist ein synthetisch hergestellter, humaner monoklonaler Antikörper mit neutralisierendem Potenzial gegenüber SARS-CoV-2. COMET-ICE ist eine multizentrische, randomisierte Doppelblindstudie, welche die Effektivität einer einmaligen intravenösen Infusion von 500 mg Sotrovimab im Vergleich zu Placebo zur Verhinderung der Progression einer milden bis moderaten COVID-19-Erkrankung im ambulanten Setting untersuchte (The New England Journal of Medicine). 

Zwischen August 2020 und März 2021 wurden an 37 Institutionen in den USA, Kanada, Brasilien und Spanien 583 Patientinnen und Patienten mit positivem SARS-CoV-2-PCR-Test und Symptomeintritt innerhalb der letzten fünf Tage in die Interventions- oder Kontrollgruppe randomisiert. Das durchschnittliche Alter betrug 53 Jahre, die Geschlechterverteilung war ausgeglichen. 

In der noch laufenden Studie wurden 3 / 291 und 21 / 292 Krankenhausbehandlungen in der Interventions- bzw. Placebogruppe beobachtet. Dies entsprach einer absoluten Risikoreduktion von 6,1 % (95 % KI 3,0 – 9,3 %, Abb. 1).

<p>Abb. 1</p>
<p>Nutzen der ambulanten intravenösen Gabe von Sotrovimab bei früher SARS-CoV-2-Infektion zur Verhinderung einer stationären Behandlung aufgrund von COVID-19.</p>

Abb. 1

Nutzen der ambulanten intravenösen Gabe von Sotrovimab bei früher SARS-CoV-2-Infektion zur Verhinderung einer stationären Behandlung aufgrund von COVID-19.

Fazit

Die ambulante intravenöse Gabe von Antikörpern bzw. Antikörperkombinationen könnte im Frühstadium einer SARS-CoV-2-Infektion bzw. COVID-19-Erkrankung die Progression stoppen und helfen, eine langdauernde stationäre Behandlung zu verhindern.

Stand: 14.12.2021