Coronavirus: Aktuelle Hinweise

Ab dem 1. Oktober 2022 dürfen wir Besucher laut einer gesetzlichen Vorgabe nur noch nach Vorlage eines negativen Schnelltests in unser Haus lassen. Informationen dazu und zu weiteren aktuellen Regelungen im Bergmannstrost finden Sie hier.

25 Jahre Zentrum für Rückenmarkverletzte

25 Jahre Zentrum für Rückenmarkverletzte am Bergmannstrost

Vor 25 Jahren nahm das Zentrum für Rückenmark­verletzte und Klinik für Orthopädie seine Arbeit auf, heute ist es deutschland­weit als hoch­spezialisiertes Behandlungs­zentrum für Querschnitt­gelähmte anerkannt. Am 3. September wurde das mit einem Sommer­fest für Patientinnen und Patienten, ihre Angehörigen, ehemalige Patienten und Mitarbeitende gefeiert.

Infos zur Pressemitteilung

02.09.2022BG Klinikum Bergmannstrost Halle

Pressekontakt

Profilbild Christian Malordy

Christian Malordy

Leiter Ressort Kunden und Markt / Unter­nehmens­kommunikation
0345 132-65260345 444-1338E-Mail

Mit einem Sommerfest für Patientinnen und Patienten, ihre Angehörigen, ehemalige Patienten und Mitarbeitende, feierte das Zentrum für Rückenmarkverletzte und Klinik für Orthopädie am 3. September seinen 25 Geburtstag. 1997 nahm der Fachbereich im BG Klinikum Bergmannstrost Halle seine Arbeit auf und bot damit erstmals hochspezialisierte Behandlungsmöglichkeiten für querschnittgelähmte Patientinnen und Patienten. „Wir haben mit dem Therapiekonzept damals absolutes Neuland in Ost­deutschland betreten und sind bis heute das einzige zertifizierte Zentrum dieser Art in Mitteldeutschland“ sagt Chefarzt Dr. Klaus Röhl, der das Zentrum im Bergmannstrost aufgebaut hat und bis heute erfolgreich leitet. „Wir versorgen hier besonders komplexe Rückenmarkverletzungen und querschnittgelähmte Patienten über einen sehr langen Zeitraum – von der Diagnostik, der medizinischen Erstversorgung und einer frühestmöglichen Therapie bis zur meist lebenslangen Nachsorge und Rehabilitation“, so Klaus Röhl. Aus diesem langen gemeinsamen Weg, den Patienten, Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten und Angehörige beschreiten, resultiert eine enge Beziehung, die charakteristisch für den Stationsalltag ist und die nicht zuletzt beim Sommerfest ihren Ausdruck findet.

„Oberstes Ziel ist es, die Patientinnen und Patienten auf ein selbstbestimmtes Leben vorzubereiten, damit diese trotz der Beeinträchtigung möglichst unabhängig leben oder sogar in den Beruf zurückkehren können.“

Dafür arbeiten Ärzte, Pflegekräfte, Physio-, Ergo- und Sporttherapeuten sowie Psychologen Hand in Hand. Zahlreiche hochspezialisierte Angebote der Pflege und Therapie sind auf die schwer betroffenen Patienten ausgerichtet und reichen von Atmungstraining, Mobilitätstraining im Rollstuhl bis hin zu psychologischer Betreuung und Unterstützung bei der Rückkehr in den Beruf. Dafür kommen die Patienten aus ganz Deutschland in das Bergmannstrost, und das oftmals ein Leben lang. Denn da bei diesem komplexen Krankheitsbild zeitlebens Komplikationen drohen, übernimmt das Zentrum für Rückenmarkverletze und Klinik für Orthopädie auch die lebenslange Nachsorge der Patientinnen und Patienten.

Bei Verletzungen des Rückenmarks werden die Verbindungen vom Gehirn zu Muskeln und Organen wie Darm und Blase unterbrochen und die von der Haut ausgehenden Empfindungen gestört. Die Auswirkungen können gravierend sein und reichen von Störungen des Gefühlsempfindens und Lähmungserscheinungen bis hin zur vollständigen Querschnittlähmung. „Deshalb erfordern Rückenmarkverletzungen eine sofortige spezialisierte medizinische Behandlung und einen frühzeitigen Beginn der Rehabilitation“, erklärt Klaus Röhl. „Unsere Behandlungsdaten sprechen eine deutliche Sprache. Zwar ist die Heilung einer Querschnittlähmung nach wie vor nicht möglich. Durch die hochspezialisierte und extrem aufwendige Behandlung können wir jedoch die Folgen abmildern und eventuell sogar die Entwicklung einer kompletten Querschnittlähmung verhindern.“

Das Zentrum für Rückenmarlverletzte das einzige seiner Art in Sachsen-Anhalt. Es ist mit 64 Betten neben der Unfallchirurgie der größte Fachbereich im Bergmannstrost. Rund die Hälfte der Patientinnen und Patienten erlitten Arbeits- und Wegeunfälle.