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    Happy-End nach fast 13 Jahren Leidenszeit

    Gerade mal 41 Jahre ist Andre Klawikowski alt, doch er hat schon eine lange Krankengeschichte hinter sich. Alles begann für den Eventgastronomen im Juli 2007 mit einem Arbeitsunfall: Sturz von der Leiter, Knie verdreht, Riss des vorderen Kreuzbandes, Kahnbeinbruch in der rechten Hand. Erst jetzt, fast 13 Jahre später, ist Klawikowski nach einer abschließenden 3-monatigen Therapie im B.O.R. Rehazentrum wieder komplett fit und zurück im Job. „Für mich ist nun jeder Tag wie Weihnachten“, sagt der Duisburger erleichtert.

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    10.06.2020BG Klinikum Duisburg

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    Dieter Lohmann

    Unternehmens­kommunikation und Marketing

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    Patient des B.O.R. Rehazentrums gelingt Rückkehr in den Beruf

    Gerade mal 41 Jahre ist Andre Klawikowski alt, doch er hat schon eine lange Krankengeschichte hinter sich. Alles begann für den Eventgastronomen im Juli 2007 mit einem Arbeitsunfall: Sturz von der Leiter, Knie verdreht, Riss des vorderen Kreuzbandes, Kahnbeinbruch in der rechten Hand. Erst jetzt, fast 13 Jahre später, ist Klawikowski nach einer abschließenden 3-monatigen Therapie im B.O.R. Rehazentrum wieder komplett fit und zurück im Job. „Für mich ist nun jeder Tag wie Weihnachten“, sagt der Duisburger erleichtert.

    Dass aus einem normalen Arbeitsunfall im Rahmen eines Events eine solche Leidensgeschichte werden konnte, hat einige Gründe. „Nach der Erstversorgung im BG Klinikum Duisburg mit Kreuzbandplastik und Kahnbeinschrauben, wollte ich so schnell wie möglich voll zurück in meinen Beruf“, meint Klawikowski.

    Keine Zeit für eine Eingliederung

    Sein Herz hing so sehr an dem elterlichen Betrieb, dass er dabei jede Vorsicht vergaß. 16 oder 17 Stunden Arbeit am Tag bei der Organisation und Durchführung von Events – Geburtstage, Hochzeiten, Straßenfeste, Weihnachtsmarkstände der eigenen Firma – waren für ihn „normal“. Für eine geregelte Eingliederung nahm er sich, entgegen der dringenden Empfehlung der Ärzte, keine Zeit. „Ich war uneinsichtig und beratungsresistent“, sagt Klawikowski heute. „Leider!“

    Denn die extreme körperliche Belastung, die wenigen und viel zu kurzen Ruhepausen und der alltägliche Stress forderten ihren Tribut: Immer wieder quälten Klawikowski heftige Schmerzen und das Knie wurde, etwa bei längerem Stehen, ständig dick und heiß.

    Zu jung für ein künstliches Kniegelenk

    Im Juli 2013 musste er schließlich erneut als Notfall ins BG Klinikum. Die Diagnose der Ärzte in der Notaufnahme war eindeutig: Schwerste Knorpelschäden im Kniegelenk, Verletzung des Innenmeniskus, zerstörte Kreuzbandplastik, starke X-Beinstellung. Normalerweise hätte Klawikowski ein künstliches Kniegelenk erhalten müssen. „Doch dafür war ich mit gerade Mal 35 Jahren viel zu jung“, sagt der Event-Gastronom aus Duisburg-Meiderich.

    In Abstimmung mit der zuständigen Berufsgenossenschaft fiel dann die Entscheidung, die Reste des Kreuzbandes zu entfernen, den Knorpel so gut wie möglich zu glätten und das Gelenk zu spülen. In mehreren stationären und ambulanten Rehabilitationsphasen mit Muskelaufbau, Koordinationstraining und individuell angepasster, berufsbezogener Therapie wurde das Knie u.a. im B.O.R. Rehazentrum wieder beweglich gemacht. Schließlich war es dann soweit, dass Klawikowski – dieses Mal nach einer Wiedereingliederung – in den alten Job zurückkehren konnte.

    40 Kilogramm weniger für eine Knieoperation

    Doch schon bald meldeten sich aufgrund der nach wie vor enormen beruflichen Belastung und erheblichem Übergewicht die gesundheitlichen Probleme in voller Stärke zurück. Am Ende gab es keinen Tag mehr ohne Schmerzen, trotz starker Medikamente. „2018 sahen die Ärzte dann doch keine Alternative mehr zum künstlichen Kniegelenk“, sagt Klawikowski. Dieses wurde im März 2018 im BG Klinikum Duisburg eingesetzt, nachdem der Patient zuvor in Eigenleistung bereits erstaunliche 40 Kilogramm Gewicht abgenommen hatte.

    Später erfolgte dann eine weitere OP in der Unfallklinik, bei der die Mediziner den stark geschädigten Knorpel auf der Rückseite der Kniescheibe gegen einen entsprechenden Ersatz aus Kunststoff austauschten.

    Durchbruch im B.O.R.

    „Der Durchbruch für mich persönlich war jedoch die letzte Rehabilitationsphase im B.O.R. Ich kenne keine bessere Einrichtung dieser Art“, konstatiert Klawikowski. Das Team um Anne Wandschneider führte im Rahmen einer so genannten Erweiterten Ambulanten Physiotherapie (EAP) u.a. ein gerätegestütztes Muskelaufbautraining durch. Dieses „Feintuning“ hatte Erfolg: Die vorhandenen Kraft-, Koordinations- und Ausdauerdefizite des Patienten sind mittlerweile behoben und das Knie ist nun weitgehend voll belastbar.

    „Herr Klawikowski war ein Musterpatient – hochmotiviert, hochkonzentriert und immer mit großem Einsatz dabei“, sagt Wandschneider. Das sei gerade angesichts der langen Leidenszeit keineswegs selbstverständlich.

    Auch die Oberärztin Sonja Böggering aus der Klinik für Rehabilitation, konservative und technische Orthopädie des BG Klinikums Duisburg sieht das ähnlich: „Ich betreue Andre Klawikowski seit April 2018 und muss den ‚Hut‘ vor ihm ziehen. Er hat sich wirklich durchgekämpft.“ Den Erfolg nach Einsetzen der

    Knie-TEP habe sich der engagierte Patient zusammen mit den Therapeuten im B.O.R. selbst erarbeitet.

    Heute ist Klawikowski sogar erstmals seit 13 Jahren komplett schmerzfrei. Auch den ersten Härtetest im alten Beruf hat er im Weihnachtsgeschäft 2019 schon problemlos und ohne Komplikationen gemeistert – ein echtes Happy-End für den Event-Gastronomen.

    Schmerzfrei bleiben bis zur Rente

    Seine Ziele für die nächsten Jahre sind daher klar: Ohne Schmerzen bis zur Rente im Familienbetrieb weiter arbeiten und viel besser auf sein Knie aufpassen als bisher. Dass er das schaffen wird, ist für ihn keine Frage: „Ich bin hart im Nehmen und gebe immer 100 Prozent. Mein Motto lautet: Am Ende wird alles gut. Ist noch nicht alles gut, dann ist es noch nicht das Ende.“

    Hintergrundinformationen zum B.O.R.

    Im Zentrum für Berufsorientierte Rehabilitation (B.O.R.) des BG Klinikums Duisburg geht es um ein besonderes Ziel: die erfolgreiche Rückkehr von Menschen in ihren beruflichen und sozialen Alltag – nach einem Arbeitsunfall oder bei einer Berufskrankheit. Mit allen geeigneten Mitteln sorgt ein interdisziplinäres Team aus erfahrenen Ärzten, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler usw. im B.O.R. dafür, dass die Wiedereingliederung der Rehabilitanden funktioniert. Auf über 2.800 Quadratmetern Fläche kommen in Duisburg-Walsum dabei modernste Therapieeinrichtungen und viele Arbeitsplatzmodule etwa für Dachdecker, Motorradmechaniker oder Fachkräfte im Bereich Heizung/Sanitär zum Einsatz. Bei dieser beruflichen Rehabilitation im B.O.R. erfolgt zudem alles aus einer Hand – von der Hilfsmittelversorgung bis zur Arbeitsplatzerprobung.

    Kontakt:
    B.O.R. GmbH
    Heerstraße 21
    47178 Duisburg
    Tel.: 0203 54470-11
    Fax: 0203 54470-44
    E-Mail: info@bor-reha.de
    Internet: www.bor-reha.de 

    <p>Das Knie von Klawikowski heute. (B.O.R. / BG Klinikum Duisburg)</p>

    Das Knie von Klawikowski heute. (B.O.R. / BG Klinikum Duisburg)

    <p>Balltraining zur Verbesserung der Koordination. (B.O.R. / BG Klinikum Duisburg)</p>

    Balltraining zur Verbesserung der Koordination. (B.O.R. / BG Klinikum Duisburg)