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    Das Bergmannstrost auf dem Weg zum Magnet-Krankenhaus

    Das BG Klinikum Bergmannstrost Halle möchte noch anziehender für Patienten und Mitarbeitende werden. Mit diesem Ziel beteiligt sich das Haus gemeinsam mit 19 anderen deutschen Kliniken am europaweiten Projekt Magnet4Europe.

    Infos zur Pressemitteilung

    30.06.2021BG Kliniken

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    Die Idee des Magnet-Krankenhauses stammt aus den USA und wurde dort in vielen Häusern erfolgreich umgesetzt. Es sind Kliniken, die mit hochqualifizierten Pflegekräften für einen Kulturwandel gesorgt haben: ein kollegialer Umgang miteinander und auf Augenhöhe mit den Ärzten, zufriedenes und gesundes Personal und Patienten, die sich gut aufgehoben fühlen.

    Ein solches Krankenhaus möchte auch das Bergmannstrost sein. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde jedem Projektteilnehmer eine US-Partnerklinik zur Seite gestellt. Für das Bergmannstrost ist das das Anne Arundel Medical Center in Annapolis im US-Bundesstaat Maryland, etwa 40 Kilometer von Washington entfernt.

    Als die Entscheidung zur Teilnahme getroffen wurde, konnte niemand absehen, dass dieses Projekt in sehr unruhigen Zeiten starten würde. Daher erfolgt die Kommunikation mit dem amerikanischen Partner bisher ausschließlich in Videokonferenzen. Wenn die Möglichkeit wieder besteht, sind auch gegenseitige Besuche geplant, um die Abläufe im jeweils anderen Haus kennenzulernen. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt.

    Durch die unterschiedlichen Gesundheitssysteme in den beiden Ländern ist es nur bedingt möglich, Strukturen und Arbeitsweisen zu übernehmen. Henry Rafler, Pflegedirektor und Projektleiter, berichtet: „Am Anfang haben wir einige Zeit gebraucht, um zu verstehen, wie unser Partnerkrankenhaus arbeitet und welche Zuständigkeiten es gibt. Da haben wir große Unterschiede festgestellt. Aber es ist ohnehin nicht Sinn der Sache, Dinge einfach eins zu eins zu übernehmen. Wir müssen für das Bergmannstrost die richtigen Maßnahmen erarbeiten und so umsetzen, dass unser Haus interessant für Arbeitskräfte bleibt und Patienten von unserer medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Qualität überzeugt sind. Dabei haben wir festgestellt, dass wir schon vieles richtig machen.“

    Grundlage für die Erarbeitung der richtigen Maßnahmen sind die Erfahrungen der Mitarbeitenden. Wie erleben sie den Arbeitsalltag am Bergmannstrost? Wie funktioniert die Zusammenarbeit der einzelnen Berufsgruppen? Fühlen sie sich psychisch gesund oder ist die Belastung manchmal einfach zu hoch? Eine erste Mitarbeiterbefragung zu diesen Themen hat stattgefunden, die Ergebnisse werden derzeit erwartet. Die Befragungen werden jährlich wiederholt, um – möglichst positive – Veränderungen zu erkennen.

    Anhand der Befragungsergebnisse werden Baustellen sichtbar, denen sich einzelne Arbeitsgruppen widmen werden. Dabei geht es um viele Themen aus dem Qualitätsmanagement, die Weiterentwicklung von Standards zur Verbesserung der Pflegequalität, die Begleitung von neuen Mitarbeitenden durch erfahrene Kollegen oder die Übertragung von Ergebnissen aus der Pflegeforschung in die Praxis, um Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Arbeiten noch besser nutzen zu können.

    Ansprechpartner:
    Projektleiter Henry Rafler
    Tel. 0345 132 - 7400
    henry.rafler@bergmannstrost.de

    Projektkoordinatorin Marion Kühn
    Tel. 0345 132 - 75 62
    marion.kuehn@bergmannstrost.de