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Sachsen-Anhalt und Stadt Halle unterstützen Kooperation zwischen Bergmannstrost und Universitätsklinikum

Absichtserklärung für wegweisendes Klinikprojekt am 12. Juni 2026 unterzeichnet.

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12.06.2026

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Eike Jeske

Bereichsleiter Unternehmens­kommunikation und Marketing
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Halle (Saale), 12. Juni 2026 - Das BG Klinikum Bergmannstrost Halle und das Universitätsklinikum Halle (Saale) wollen ihre Kooperation weiter intensivieren. Dafür haben hochrangige Vertreter der Landesregierung des Landes Sachsen-Anhalt, des Universitätsklinikums Halle (Saale), der BG Kliniken, des Bergmannstrost sowie der Stadt Halle (Saale) eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit im Projekt „Ausbau der Kooperation zwischen Universitätsklinikum Halle (Saale) und BG Kliniken mit Neubau eines BG-Krankenhauses am Hauptstandort des Universitätsklinikums“ unterzeichnet.  

Bei der Unterzeichnung waren der Ministerpräsident Sachsen-Anhalts Sven Schulze sowie die Landesminister Prof. Armin Willingmann (Wissenschaft), Michael Richter (Finanzen) und Petra Grimm-Benne (Gesundheit) anwesend. Damit setzt die Landesregierung ein deutliches Signal der Unterstützung dieser wegweisenden Kooperation für eine moderne, leistungsfähige und nachhaltige Gesundheitsversorgung in Halle und Sachsen-Anhalt. Mit der Absichtserklärung bekräftigen die beteiligten Partner ihr gemeinsames Ziel, die Versorgung Schwer- und Schwerstverletzter zu stärken und langfristig zukunftsfest aufzustellen und den Willen, die geplante Zusammenarbeit und das Neubauvorhaben am Hauptstandort des Universitätsklinikums Halle (Saale) in der Ernst-Grube-Straße weiterzuverfolgen. Die Vereinbarung schafft die Grundlage für die nun folgenden Planungsphasen der medizinischen, organisatorischen und baulichen Konzepte. 

Gemeinsames Ziel: Hochspezialisierte Versorgung und effiziente Strukturen 

Mit dem geplanten Aufbau eines überregionalen Traumazentrums durch die BG Kliniken und die Universitätsmedizin Halle wird ein visionäres Vorhaben auf den Weg gebracht. Die Verlagerung der Akut- und Notfallversorgung des BG Klinikums Bergmannstrost vom Hauptstandortes auf das Gelände des Universitätsklinikums und die gleichzeitige Errichtung eines gemeinsam betriebenen Notfallzentrums markiert einen Meilenstein für die Absicherung der regionalen und überregionalen Gesundheitsversorgung Mitteldeutschlands. Gleichzeitig werden Doppelstrukturen reduziert und Ressourcen gezielt eingesetzt. 

Weiterentwicklung des Standorts Bergmannstrost 

Parallel dazu wird der bestehende Standort des BG Klinikums Bergmannstrost Halle in der Merseburger Straße strategisch weiterentwickelt. Nach Fertigstellung des Neubaus am Universitätsklinikum Halle (Saale) soll am bisherigen Standort ein modernes Zentrum für Rehabilitation und ambulante Versorgung entstehen mit Fachbereichen, die bereits seit vielen Jahren zur Kernkompetenz des Klinikums gehören: 

  • neurologische Frührehabilitation 

  • ein Zentrum für Rückenmarkverletzte 

  • spezialisierte Rehabilitationsangebote für gesetzlich Unfallversicherte 

  • sektorenübergreifende und ambulante Versorgungsstrukturen 

Stärkung eines innovativen Versorgungsmodells 

Die strategische Partnerschaft zwischen Bergmannstrost und Universitätsklinikum Halle (Saale) besteht bereits seit 2019 und reagiert auf zentrale Herausforderungen des Gesundheitswesens – darunter steigende gesetzliche Anforderungen, zunehmende Spezialisierung sowie den demografischen Wandel und Fachkräftemangel. Das Projekt verfolgt das Ziel, die medizinische Versorgung langfristig zukunftssicher zu gestalten und die Leistungsfähigkeit des Gesundheitsstandorts Sachsen-Anhalt nachhaltig zu stärken. 

Sven Schulze, Ministerpräsident des Landes Sachsen-​Anhalt: 

„Mir ist wichtig, dass die Menschen bei uns in Sachsen-Anhalt auch künftig Zugang zu moderner Spitzenmedizin haben. Dafür brauchen wir Partner, die ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Stärken zusammenbringen. Mit dieser Vereinbarung entwickeln wir den Gesundheitsstandort Sachsen-Anhalt weiter. Wir verbessern die medizinische Versorgung, fördern Forschung und Ausbildung und schaffen die Voraussetzungen für eine moderne und zukunftsfeste Gesundheitsversorgung in unserem Land. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten im Land, in der Stadt Halle, den BG Kliniken und der Universitätsmedizin Halle, die diesen wichtigen Schritt gemeinsam möglich gemacht haben.“ 

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-​Anhalt: 

„Spitzenmedizin entsteht dort, wo Versorgung, Forschung und Lehre eng miteinander verzahnt sind und zusammenwirken. Mit dem gemeinsam geplanten überregionalen Traumazentrum am Standort des Universitätsklinikums Halle (Saale) werden Kompetenzen an einem Standort vereint. Das schafft optimale Bedingungen für eine hochspezialisierte Versorgung von Schwer- und Schwerstverletzten. Gleichzeitig profitieren Patientinnen und Patienten ebenso wie die Ausbildung und die wissenschaftliche Weiterentwicklung zentraler Fachgebiete wie der Unfallchirurgie und Traumatologie. Damit sichern wir die notfallmedizinische Versorgung in Mitteldeutschland und stärken zugleich den Wissenschafts- und Ausbildungsstandort Sachsen-Anhalt.“ 

Reinhard Nieper, Vorsitzender der Geschäftsführung der BG Kliniken:  

„Mit dem Neubau eines modernen überregionalen Traumazentrums am Hauptstandort des Universitätsklinikums Halle (Saale) erreichen wir ein neues Level in der Qualität der Notfall- und Traumaversorgung für Mitteldeutschland. Mit der nun auch räumlichen Verbindung entstehen modernste Infrastrukturen für zukunftsweisende Spitzenmedizin und Arbeitsbedingungen, von der Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende gleichermaßen profitieren. Gleichzeitig werden wir am Standort Merseburger Straße unsere Zentren für Rückenmarkverletzte und für Rehabilitation mit den dazugehörigen Kernkompetenzen innovativ weiterentwickeln und so unsere Spitzenstellung im Sinne unseres Versorgungsauftrags der Unfallversicherungsträger weiter ausbauen.“ 

PD Dr. Matthias Janda, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Halle (Saale) 

„Die noch engere Kooperation mit dem BG Klinikum Bergmannstrost ist für die Universitätsmedizin Halle von zentraler Bedeutung und gewinnt mit dem geplanten Neubau deutlich an Dynamik. Indem wir interdisziplinäre Universitätsmedizin und hochspezialisierte Unfall- und Wiederherstellungschirurgie räumlich zusammenführen, heben wir die Trauma- und Notfallversorgung auf ein neues Niveau und schaffen mit dem gemeinsam betriebenen Notfallzentrum schnellere, eng abgestimmte Abläufe für Schwer- und Schwerstverletzte. Das Vorhaben greift zugleich zentrale Grundgedanken der Krankenhausstrukturreform auf – Zentralisierung, Netzwerkbildung und trägerübergreifende Zusammenarbeit – und modernisiert eine dringend erneuerungsbedürftige Infrastruktur. Universitätskliniken sind dabei weit mehr als Maximalversorger: Als Anker des Gesundheitssystems sichern sie auch in Krisen- und Großschadenslagen die Versorgung und sind damit ein entscheidender Resilienzfaktor für die gesamte Region. Gemeinsam gestalten wir so eine zukunftsfeste Gesundheitsversorgung für die Menschen in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus.“ 

Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister Stadt Halle (Saale): 

„Die Stadt Halle (Saale) unterstützt mit direkten Ansprechpartnern, kurzen Wegen und schnellen Entscheidungen das Neubauvorhaben nach Kräften. Vor allem bei planungs-, genehmigungs- und baurechtlichen Fragen können wir maßgeblich und zielorientiert zum Erfolg des Großprojekts beitragen. Ich freue mich, dass einmal mehr starke und kompetente Partner unserer Stadt Potenziale und Expertise bündeln. Halle (Saale) als eines der bedeutenden Oberzentren Mitteldeutschlands – bereits jetzt Heimat von Kliniken mit überregionaler Bedeutung und Strahlkraft – wird dank dieses einmaligen Projekts ihren exzellenten Ruf als medizinischer Versorgungsstandort und Leuchtturm weiter festigen und ausbauen.“