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31.08.2026Pressekontakt

Christian Malordy
Das BG Klinikum Bergmannstrost Halle gehört zu den ersten Kliniken in Deutschland, die als Orthoplastisches Kompetenzzentrum (OPZ) zur Behandlung komplexer Verletzungen zertifiziert wurden, in Sachsen-Anhalt ist es das erste dieser Art. Das Zentrum bündelt die Expertise von Unfallchirurgie und Plastischer Chirurgie und stärkt damit die interdisziplinäre Versorgung schwerverletzter Patientinnen und Patienten.
„Gerade bei komplexen Verletzungen mit kritischen Knochen- und Weichteildefekten kommt es darauf an, dass Unfall- und Plastische Chirurgie von Beginn an eng zusammenarbeiten und gemeinsam die bestmögliche Behandlungsstrategie entwickeln“, erläutert Prof. Dr. Philipp Kobbe, Ärztlicher Direktor des Bergmannstrost und Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. „Mit dem Orthoplastischen Zentrum schaffen wir eine bessere Vernetzung der Kliniken und eine strukturierte Zusammenarbeit der Spezialistinnen und Spezialisten, von der unsere Patientinnen und Patienten in hohem Maße profitieren.“
Im Fokus steht die Versorgung schwerer Weichteilschäden und knöchernen Verletzungen im Bereich der Extremitäten, die eine Rekonstruktion u.a. von Knochen, Muskeln, Haut, Gefäßen und Nerven notwendig machen, beispielsweise nach einem Unfall oder im Rahmen postoperativer Komplikationen. „Um in solchen Fällen optimale Behandlungsergebnisse zu erreichen und beispielsweise eine Amputation zu verhindern, müssen wir moderne unfallchirurgische ebenso wie plastisch-rekonstruktive Prinzipien berücksichtigen. Das enge Zusammenspiel der Disziplinen ist entscheidend. Die Zertifizierung als Orthoplastisches Zentrum ist für uns eine ganz wichtige Auszeichnung dieser interdisziplinären Expertise, die wir im Bergmannstrost vorhalten“, so Philipp Kobbe.
Mit der Zertifizierung kann das Unfallkrankenhaus sein spezialisiertes Leistungsspektrum weiter ausbauen: Es ist bereits seit 2010 als „Überregionales Traumazentrum“ im Trauma-Netzwerk Sachsen-Anhalt zertifiziert und ist für die Versorgung schwerer Arbeitsunfälle zum Schwerstverletzungsartenverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung zugelassen. Das Bergmannstrost bietet damit die höchste Versorgungsstufe für schwerstunfallverletzte Menschen.
Die Zertifizierung erfolgte durch die Arbeitsgemeinschaft Orthoplastische Chirurgie, eine gemeinsame Initiative der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) sowie der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC). Ziel ist es, bundesweit gemeinsame Qualitätsstandards für die Versorgung schwer verletzter Patientinnen und Patienten auf höchstem Niveau zu etablieren.
Foto: BG Klinikum Bergmannstrost Halle / Jan Pauls
Unfallchirurgische OP im Bergmannstrost.
