Zentrum für Lungen- und Atem­wegs­erkrankungen

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Porträt von Michael Stegbauer

Dr. med.

Michael Stegbauer

Ärztlicher Direktor
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Mehr Luft zum Atmen

Erkrankungen der Atemwege und der Lunge zählen zu den häufigsten und schwersten Berufskrankheiten überhaupt. Schadstoffe in der Luft gelangen über den Nasen-Rachenraum, die Bronchialschleimhaut und die Lungenbläschen in den Körper. Feine und feinste Staubpartikel beispielsweise können die Lunge auf Dauer so schädigen, dass ihre Funktion durch eine chronische Entzündung und die Vernarbung des Lungengewebes irreversibel beeinträchtigt wird. Kommen weitere Belastungen für die Lunge hinzu, etwa durch Rauchen, kann sich der Krankheitsverlauf beschleunigen und zu schwersten Beeinträchtigungen führen. Die Lebensqualität von Patienten mit einer berufsbedingten Erkrankung der Atemwege oder der Lunge ist nicht selten stark eingeschränkt.

Teilhabe und Lebensqualität in Alltag und Beruf

Das Kompetenzzentrum für berufsbedingte Atemwegs- und Lungenerkrankungen behandelt sämtliche Erkrankungen dieser Organe. Die indikationsspezifische Rehabilitation berufsbedingter Erkrankungen der Atmungsorgane und ihrer Begleiterkrankungen verfolgt zwei Ziele: die Lebens- und Gesundheitssituation der Patienten zu verbessern und die selbstbestimmte Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben zu fördern. Dabei arbeiten Ärzte und Therapeuten nicht nur an der Linderung akuter Beschwerden aller Art, sondern setzen in besonderem Maße auf die Aktivierung ihrer Patienten – also auf „Hilfe zur Selbsthilfe“. Wer lernt, seine Erkrankung zu verstehen, mit ihr umzugehen und eventuelle Einschränkungen besser zu bewältigen, kann nachhaltig an Lebensqualität gewinnen.

Höhere Leistungsfähigkeit – weniger Komplikationen

Die nachhaltige Wirkung der stationären Rehabilitation ist durch eine umfangreiche Studie belegt: Zwischen 2007 und 2010 untersuchten die beiden BG Kliniken für Berufskrankheiten Falkenstein und Bad Reichenhall in einem aufwändigen Verfahren 263 Patienten mit unterschiedlichen pneumologischen Berufskrankheiten. Das Ergebnis: Die vierwöchige stationäre Reha steigert die körperliche Leistungsfähigkeit deutlich. Gleichzeitig verringert sie das Entstehen von Atemwegsinfekten und akuten Verschlechterungen – so genannten Exazerbationen.

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