BGU als erstes Orthoplastisches Kompetenzzentrum im Traumanetzwerk Deutschland zertifiziert

Neue Zertifizierung stärkt die interdisziplinäre Versorgung schwerer Extremitätenverletzungen in Frankfurt und der Region

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07.09.2026

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Christina Bertholdt

Bereichsleitung Unternehmenskommunikation
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Seit dem 10. August 2026 ist die BG Unfallklinik Frankfurt am Main (BGU) die erste Klinik in Deutschland, die von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC) im Normalverfahren als „Orthoplastisches Kompetenzzentrum im Traumanetzwerk Deutschland“ (OPZ-TNW) zertifiziert wurde. Damit wird die langjährige enge Zusammenarbeit von Unfallchirurgie, Plastischer Chirurgie und Septischer Chirurgie an der BG Unfallklinik Frankfurt offiziell als besondere Versorgungsstruktur anerkannt.

Das Orthoplastische Kompetenzzentrum der Unfallklinik ist auf die Behandlung schwerer Verletzungen spezialisiert. Die chirurgischen Abteilungen arbeiten dabei eng zusammen, um Knochen, Gelenke, Nerven und Weichteile möglichst umfassend wiederherzustellen.

Orthoplastik Plus: Gemeinsam für den Erhalt von Funktion und Lebensqualität

 „Mit dem Zertifikat wird unsere seit Jahrzehnten gelebte Zusammenarbeit in eine feste Organisationsstruktur überführt und damit weiter gestärkt“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Hirche, Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Rekonstruktive Mikrochirurgie.

Prof. Dr. med. Matthias Münzberg, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie und Ärztlicher Direktor der BGU Frankfurt, ergänzt: „Wir versorgen unseren Patienten zusammen und fachübergreifend. Exzellenz und unser klarer Auftrag für die beste Versorgung unserer Patienten ist unser Fokus. Jetzt gibt es hierzu ein weiteres Zertifikat – Orthoplastik Plus.“

Das Spektrum reicht von akuten schweren Verletzungen über komplexe Weichteil- und Knochendefekte bis hin zu chronischen und infizierten Wunden. Auch notwendige Folgebehandlungen, etwa Narben- und Weichteilkorrekturen, spezielle Knochentransplantationen oder komplexe Gelenkersatzverfahren, gehören dazu.

Mehr als das Überleben: Gliedmaßen erhalten, Funktion zurückgewinnen

Ziel der orthoplastischen Versorgung ist es, schwere Verletzungen möglichst umfassend zu behandeln und, wenn möglich, Amputationen zu vermeiden. Dabei geht es um mehr als das reine Überleben: „Form, Funktion und Lebensqualität sollen bestmöglich wiederhergestellt werden“, hält Prof. Münzberg fest.

Jeder komplexe Fall wird interdisziplinär in speziellen Boards besprochen. Die Patientinnen und Patienten werden eng in die Behandlungsentscheidungen einbezogen. Ergänzt wird die medizinische Versorgung durch ein umfangreiches pflegerisches, therapeutisches und rehabilitatives Angebot.

„Wir wollen nicht nur Gliedmaßen erhalten und Verletzungen akut versorgen, sondern unseren Patientinnen und Patienten auch langfristig zur Seite stehen“, erklärt Prof. Hirche.

Versorgung über Frankfurt hinaus

Als erstes OPZ-TNW in Hessen übernimmt die BGU zudem eine wichtige Rolle im Traumanetzwerk Hessen Süd und darüber hinaus. Das Kompetenzzentrum unterstützt andere Kliniken mit seiner Expertise, auch telemedizinisch, und steht bei komplexen Verletzungen beratend zur Seite.

Die besondere Infrastruktur und die enge Zusammenarbeit der Fachdisziplinen ermöglichen schnelle Entscheidungen und eine Versorgung nach aktuellen wissenschaftlichen Expertenstandards. Auch Patientinnen und Patienten aus angrenzenden Kliniknetzwerken können von der Expertise des Frankfurter Zentrums profitieren.

Darüber hinaus ist die BG Unfallklinik Frankfurt in die Sicherstellung der chirurgischen und traumatologischen Versorgung unter den sogenannten 3K-Bedingungen (Katastrophe, Krise und Krieg) eingebunden.

Mit der Zertifizierung wird damit eine besondere Stärke der BG Klinik sichtbar: die konsequente Verbindung von Unfallchirurgie, Plastischer Chirurgie und Septischer Chirurgie – für eine bestmögliche Wiederherstellung von Funktion und Lebensqualität.