Ihre Hände verdienen Expertenwissen: Am 1. März ist „Tag der Hand“

„Deine Hand verdient Expertinnen und Experten!“ ist das Motto der Informationskampagne der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie (DGH) für Patientinnen und Patienten, die 2018 erstmals ins Leben gerufen wurde.

Infos zur Pressemitteilung

16.02.2026

Pressekontakt

Rita Krötz

Referentin Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
069 / 475-1534 E-Mail

Ziel dieser Aktion ist es, unter Verweis auf jährlich wechselnde Themenschwerpunkte die Komplexität und Bedeutung der menschlichen Hand für die Arbeit, das tägliche Leben und soziale Interaktion darzustellen, sowie über Erkrankungen und Verletzungen und die richtige Therapie zu informieren. Dazu gehören außerdem die Aufklärung über wichtige Präventionsmaßnahmen, über die überaus wichtige therapeutische Nachbehandlung sowie die Folgen einer unsachgemäßen Behandlung.
In diesem Jahr thematisiert der Tag der Hand die „Dupuytrensche Erkrankung“ - eine gutartige strangbildende Erkrankung der Handinnenfläche mit Potential für funktionelle Einschränkungen.

„Als BG Unfallklinik in Frankfurt mit überregionalem Versorgungsauftrag weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus und einem der Schwerpunkte in der Handchirurgie mit Handtrauma und Replantations-Zentrum (FESSH) möchten wir die Informationskampagne „Deine Hand verdient Expertinnen und Experten!“ der DGH unterstützen und unsere Patientinnen und Patienten aufgrund unserer Erfahrung und Sichtweise aufklären und sensibilisieren“, erläutert der Direktor der Klinik für Plastischen Chirurgie, Hand- und Rekonstruktiven Mikrochirurgie, Prof. Dr. Christoph Hirche.

Die Dupuytrensche Erkrankung ist eine gutartige, chronisch fortschreitende Erkrankung der Hand. Dabei kommt es zu einer Verhärtung und Schrumpfung des Bindegewebes in der Handinnenfläche, wodurch sich Finger – meist Ring- und Kleinfinger – zunehmend beugen und nicht mehr vollständig strecken lassen. Die Beweglichkeit der Hand kann dadurch im Alltag deutlich eingeschränkt werden. Die genauen Ursachen sind komplex und multifaktoriell. Bekannte Risikofaktoren sind genetische Veranlagung, höheres Lebensalter, männliches Geschlecht, Rauchen, Alkoholkonsum und bestimmte Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus. Oft treten mehrere Risikofaktoren gleichzeitig auf, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung steigt.

Wann und wie behandeln? 

Ob und wann behandelt wird, hängt vom Beschwerdebild und dem Fortschritt der Erkrankung ab. Nicht jeder Knoten oder Strang muss operiert werden. In der Regel ist eine Behandlung erst dann angezeigt, wenn eine Funktionseinschränkung der Hand besteht.
Behandlungsmöglichkeiten sind minimalinvasive Verfahren mit örtlicher Betäubung. Hierbei werden die Stränge mit einer feinen Nadel durchtrennt, sie sogenannte Nadelfasziotomie.

Die operative Therapie umfasst die chirurgische Entfernung der betroffenen Bindegewebsanteile oder eine Kombination aus Entfernung des erkrankten Gewebes mit Hauttransplantation, insbesondere bei wiederkehrender Erkrankung. Die Behandlung bedarf der Erfahrung eines Experten, da in unmittelbarer Nähe wichtige kleine Gefäße und Nerven verlaufen und die Nutzung spezieller Lupenbrillen bei der Operation erst die Sicherheit für die Behandlung gewährleistet.