Dr. Michael Kremer, Sektionsleiter Endoprothetik (EPZmax)

Roboterassistierte Chirurgie – Sicherheit und Präzision im Fokus

Jährlich werden in Deutschland über 170.000 künstliche Kniegelenke implantiert. Die BG Unfallklinik Frankfurt am Main lädt am 1. Juni 2026 unter dem Motto „Roboterassistierte Knieendoprothetik“ zu einer Informationsveranstaltung ein.

Infos zur Pressemitteilung

18.05.2026

Pressekontakt

Rita Krötz

Referentin Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
069 / 475-1534 E-Mail

Ab 16 Uhr informiert das Endoprothesen-Team um Dr. Michael Kremer, Sektionsleiter Endoprothetik (EPZmax), im Konferenzzentrum der Klinik (Friedberger Landstraße 430, 60389 Frankfurt am Main) über Arthrose im Kniegelenk sowie die verschiedenen Möglichkeiten des künstlichen Gelenkersatzes. Im Fokus steht dabei die roboterassistierte Knieendoprothetik.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Aufgrund begrenzter Plätze bitten wir um Anmeldung an veranstaltung[at]bgu-frankfurt.de.

Die roboterassistierte Kniegelenksoperation bietet zahlreiche Vorteile für Patientinnen und Patienten: Der Roboter unterstützt den Chirurgen während des gesamten Eingriffs und trägt entscheidend zu einer noch höheren Präzision bei. So optimiert das System die exakte Positionierung des Implantats, ermöglicht besonders präzise Sägeschnitte und erlaubt eine individuelle Anpassung an die jeweilige Anatomie.
Im Rahmen der Veranstaltung haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, das roboterassistierte Operationssystem im Einsatz kennenzulernen. Eine anschauliche Vorführung macht die Vorteile dieser modernen Methode unmittelbar erlebbar.

Während des Eingriffs erstellt das System ein detailliertes 3D-Modell des Kniegelenks. Auf dieser Basis kann der Chirurg bereits im Vorfeld die optimale Ausrichtung virtuell planen; selbst kleinste Anpassungen werden sichtbar. Dadurch lässt sich das Implantat äußerst präzise einsetzen, der Weichteilmantel wird bestmöglich geschont und das Operationstrauma kann reduziert werden. Diese Technik kann zu einem natürlicheren Gefühl des künstlichen Gelenks beitragen, wovon alle Patientinnen und Patienten profitieren. 
Wichtig: Die Technik zielt darauf ab, Vertrauen zu schaffen – nicht, die Kontrolle zu übernehmen. Die Sicherheit und individuelle Anpassung stehen im Mittelpunkt.

Arthrose: eine weit verbreitete Erkrankung
Nahezu die Hälfte aller Personen über 65 Jahren ist von Arthrose betroffen. Das gilt besonders für die Gelenke der unteren Extremitäten, wie das Knie. Der Abnutzungsprozess ist oft eine normale Alterserscheinung, kann jedoch auch durch Verletzungen, Entzündungen, Stoffwechselerkrankungen oder Fehl- und Überbelastungen ausgelöst werden. Wenn gelenkerhaltende Therapien wie Gymnastik, Einlagen, Medikamente oder Spritzen nicht mehr ausreichend helfen, kann ein künstlicher Gelenkersatz (Endoprothese) Linderung verschaffen.

Obwohl Eingriffe mit künstlichen Gelenken als Routineoperationen gelten, ist der Entscheidungsprozess für das geeignete Verfahren oder Implantat individuell und oft komplex. „Eine umfassende Beratung und detaillierte Aufklärung sind entscheidend, um Ängste abzubauen und die richtige Entscheidung zu treffen. Unsere Patientinnen und Patienten sind häufig gut informiert und sollten aktiv in den Entscheidungsprozess einbezogen werden“, betont Dr. Kremer.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der BGU-Homepage unter:
http://www.bgu-frankfurt.de/patienteninfoveranstaltungen