
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat.
Jan Schwab
Direktor der Klinik für Rückenmarkverletzte und Paraplegiologie
Lehrstuhl für Klinische und Experimentelle Paraplegiologie Charité - Universitätsmedizin Berlin
Die Klinik für Rückenmarkverletzte und Paraplegiologie gehört, verbunden mit dem zugehörigen Lehrstuhl an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, zu den größten überregionalen Versorgungszentren für Querschnittgelähmte in Deutschland.

Direktor der Klinik für Rückenmarkverletzte und Paraplegiologie
Lehrstuhl für Klinische und Experimentelle Paraplegiologie Charité - Universitätsmedizin Berlin













Die Behandlung komplexer Infekte mit antibiotikaresistenten Erregern erfolgt in Kooperation mit Fachärzten für Mikrobiologie. Neben der Etablierung eines Darm-Managements erfolgt die Diagnostik und Behandlung der gelähmten Blase in Abstimmung mit der Klinik für Urologie und Neuro-Urologie. In Kooperation mit der Klinik für Hand-, Replantations- und Mikrochirurgie und dem Fachbereich Plexuschirurgie kann eine funktionsverbessernde chirurgische Versorgung der sogenannten Tetrahand bei halsmarkgelähmten Patienten als hochspezialisierte Versorgungoption angeboten werden. Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit angrenzenden Disziplinen wie der Klinik für HNO, der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerzmedizin und dem Fachbereich Schmerzmedizin, der Klinik für Neurologie, Wirbelsäulenchirurgie sowie der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie und der Klinik für Neurochirurgie.
Übergeordnetes Behandlungsziel ist die größtmögliche Selbständigkeit der Betroffenen, verbunden mit einer sozialen und gegebenenfalls beruflichen Wiedereingliederung. Dies erfordert eine passgenaue Abstimmung der erforderlichen Hilfsmittel und das Wiedererlernen verschiedener Alltagsfertigkeiten. Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie am Beruf wird durch die notwendigen Arbeitsplatz- und Wohnungsbesichtigungen ermöglicht. Zusätzlich bietet das sogenannte Peer-Counseling-Verfahren Beratung für Betroffene durch Betroffene. Im Rahmen der lebenslangen Nachsorge stehen wir in unserer Ambulanz zur Verfügung, um lähmungsbedingte Komplikationen frühzeitig zu erkennen.
Die Klinik für Rückenmarkverletzte und Paraplegiologie fungiert als EuroSpine- und DMGP-zertifiziertes Zentrum. Als universitär-akademisierte Klinik integrieren wir aktuelle medizinische Behandlungsoptionen und ermöglichen somit eine optimierte Versorgung, der Patientinnen und Patienten als auch zuweisende Kolleginnen und Kollegen vertrauen können.
Mit dem Lehrstuhl für klinische und Experimentelle Paraplegiologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin bildet unser Klinik eine akademische Einheit. Ziel ist es, neben der bestmöglichen täglichen Versorgung Verantwortung für eine verbesserte Behandlung zukünftiger Rückenmarkverletzter zu übernehmen. So werden etwa neuartige Interventionen u.a. zur Verbesserung der neurologischen Funktion getestet. Neben der frühen klinischen Testung werden auch grundlagenwissenschaftliche Forschungsansätze entwickelt, um das neurologische Regenerationspotential zu schützen. Es besteht eine hierfür notwendige enge internationale Verzahnung mit spezialisierten US-amerikanischen und europäischen Forschungsverbünden. Der Lehrstuhl für klinische und Experimentelle Paraplegiologie wird im Rahmen des Exzellenzprogramms der Wübben Stiftung Wissenschaft gefördert. Weitere Infos: https://expneuro.charite.de/en/




