Rücken­mark­verletzte und Para­plegio­logie

Die Klinik für Rückenmarkverletzte und Paraplegiologie gehört, verbunden mit dem zugehörigen Lehrstuhl an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, zu den größten überregionalen Versorgungszentren für Querschnittgelähmte in Deutschland.

Ihr Ansprechpartner

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat.

Jan Schwab

Direktor der Klinik für Rückenmark­verletzte und Para­plegio­logie
Lehrstuhl für Klinische und Experi­mentelle Para­plegio­logie Charité - Universitätsmedizin Berlin
030/5681-3401030/5681-3403E-Mail
Termine

Die Klinik für Rückenmarkverletzte und Paraplegiologie versorgt als hochspezialisierte Einrichtung der Maximalversorgung Menschen mit unfall- und erkrankungsbedingter Querschnittlähmung. Die integrative Behandlung der Querschnittlähmung und deren Komplikationen reicht von der Akutbehandlung über die Rehabilitationsphase (bei BG-Versicherten) bis hin zur Nachsorge und begleitet Patientinnen und Patienten über den gesamten Verlauf synchronisiert aus einer Hand.

Eine bestmögliche, rasche Versorgung akuter Querschnittverletzungen rund um die Uhr wird durch das Team der Wirbelsäulenchirurgie sichergestellt. Dies ermöglicht eine möglichst frühe chirurgische Entlastung (Dekompression) des frisch verletzten, noch geschwollenen Rückenmarks. Die anschließende stationäre Versorgung erfolgt auf 3 Stationen (60 Betten) durch Fachärzte der Inneren Medizin, Unfallchirurgie/Orthopädie, Neurochirurgie und Neurologie, einem erfahrenen, zusatzausgebildeten Pflegeteam (u.a. ‚Paraplegiologie‘, ‚neurogene Darmfunktionsstörung‘, ‚Wundversorgung‘) sowie Therapeutenteam (Ergo- und Physiotherapie).

Sprach- und Schluckstörungen werden von logopädischen Kolleginnen und Kollegen behandelt. Trauma-Psychotherapeuten und Sozialarbeiter stehen für Beratung und Unterstützung bei der Bewältigung der komplexen Herausforderungen nach einer Rückenmarkverletzung bereit. 

Unser Team

  1. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat.

    Jan Schwab

    Direktor der Klinik für Rückenmark­verletzte und Para­plegio­logie
    Lehrstuhl für Klinische und Experi­mentelle Para­plegio­logie Charité - Universitätsmedizin Berlin

    Kontakt
  2. Dr. med.

    Kerstin Rehahn

    Chefärztin Behandlungszentrum für Rückenmarkverletzte

    Kontakt
  3. Dr. med.

    Melissa Beirau

    Oberärztin Klinik für Rückenmarkverletzte und Paraplegiologie

    Kontakt
  4. Ute Röseler

    Sekretariat Klinik für Rückenmarkverletzte und Paraplegiologie

    Kontakt
  5. Janina Ippolito

    Pflegeleitung Station E1

    Kontakt
  6. Csilla Matyas

    Pflegeleitung Station E2

    Kontakt
  7. Susan Burdack

    Pflegeleitung Station E3

    Kontakt
  8. Maxi Reinhardt

    Fachärztin

    Kontakt
  9. Dr. med.

    Marie Samland

    Fachärztin

    Kontakt
  10. Gayane Arutinova

    Fachärztin

    Kontakt
  11. Abdulaziz Albardan

    Facharzt

    Kontakt
  12. Gerold Berger

    Assistenzarzt

    Kontakt
  13. Marie Luise Klinner

    Dipl.-Sozialarbeiterin

    Kontakt
  14. Johanna Werner

    Dipl.-Sozialarbeiterin

    Kontakt

Interdisziplinäre Versorgung

Die Behandlung komplexer Infekte mit antibiotikaresistenten Erregern erfolgt in Kooperation mit Fachärzten für Mikrobiologie. Neben der Etablierung eines Darm-Managements erfolgt die Diagnostik und Behandlung der gelähmten Blase in Abstimmung mit der Klinik für Urologie und Neuro-Urologie. In Kooperation mit der Klinik für Hand-, Replantations- und Mikrochirurgie und dem Fachbereich Plexuschirurgie kann eine funktionsverbessernde chirurgische Versorgung der sogenannten Tetrahand bei halsmarkgelähmten Patienten als hochspezialisierte Versorgungoption angeboten werden. Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit angrenzenden Disziplinen wie der Klinik für HNO, der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerzmedizin und dem Fachbereich Schmerzmedizin, der Klinik für Neurologie, Wirbelsäulenchirurgie sowie der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie und der Klinik für Neurochirurgie

Lebenslange Nachsorge

Übergeordnetes Behandlungsziel ist die größtmögliche Selbständigkeit der Betroffenen, verbunden mit einer sozialen und gegebenenfalls beruflichen Wiedereingliederung. Dies erfordert eine passgenaue Abstimmung der erforderlichen Hilfsmittel und das Wiedererlernen verschiedener Alltagsfertigkeiten. Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie am Beruf wird durch die notwendigen Arbeitsplatz- und Wohnungsbesichtigungen ermöglicht. Zusätzlich bietet das sogenannte Peer-Counseling-Verfahren Beratung für Betroffene durch Betroffene. Im Rahmen der lebenslangen Nachsorge stehen wir in unserer Ambulanz zur Verfügung, um lähmungsbedingte Komplikationen frühzeitig zu erkennen. 

Die Klinik für Rückenmarkverletzte und Paraplegiologie fungiert als EuroSpine- und DMGP-zertifiziertes Zentrum. Als universitär-akademisierte Klinik integrieren wir aktuelle medizinische Behandlungsoptionen und ermöglichen somit eine optimierte Versorgung, der Patientinnen und Patienten als auch zuweisende Kolleginnen und Kollegen vertrauen können.

Experimentelle und Klinische Paraplegiologie 

Mit dem Lehrstuhl für klinische und Experimentelle Paraplegiologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin bildet unser Klinik eine akademische Einheit. Ziel ist es, neben der bestmöglichen täglichen Versorgung Verantwortung für eine verbesserte Behandlung zukünftiger Rückenmarkverletzter zu übernehmen. So werden etwa neuartige Interventionen u.a. zur Verbesserung der neurologischen Funktion getestet. Neben der frühen klinischen Testung werden auch grundlagenwissenschaftliche Forschungsansätze entwickelt, um das neurologische Regenerationspotential zu schützen. Es besteht eine hierfür notwendige enge internationale Verzahnung mit spezialisierten US-amerikanischen und europäischen Forschungsverbünden. Der Lehrstuhl für klinische und Experimentelle Paraplegiologie wird im Rahmen des Exzellenzprogramms der Wübben Stiftung Wissenschaft gefördert. Weitere Infos: https://expneuro.charite.de/en/
 

Auszeichnungen und Zertifikate

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