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    Die (neue) Pflegeausbildung am BG Klinikum Hamburg

    Seit Januar ist es offiziell: Mit dem Pflegeberufereformgesetz wurde die Ausbildung der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einer generalistischen Pflegeausbildung zusammengefasst. Für Azubis, ausbildende Schulen und die Arbeitgeber ändert sich dadurch einiges. Wir klären, was genau und welche besondere Rolle das BG Klinikum Hamburg als Arbeitgeber und Ausbilder unter den Hamburger Krankenhäusern einnimmt.

    Infos zur Pressemitteilung

    26.02.2020BG Klinikum Hamburg

    Pressekontakt

    Profilbild Christiane Keppeler

    Christiane Keppeler

    Leiterin Unternehmens­kommunikation und Marketing

    040 7306-1310040 7306-1706E-Mail

    Aus drei macht eins – die generalistische Pflegeausbildung

    Um europaweit einen gemeinsamen Standard für die Pflegeausbildung zu schaffen und den Pflegekräften einen flexibleren Einsatz zu ermöglichen, wurde 2017 vom Bundestag eine Ausbildungsreform verabschiedet. Diese ist zum 01. Januar 2020 in Kraft getreten und sieht vor, dass es keine getrennten Ausbildungen mehr für die Bereiche Kranken-, Alten-, und Kinderkrankenpflege gibt. An diese Stelle tritt nun die sogenannte generalistische Pflegeausbildung, welche europaweit anerkannt ist. Diese fasst die drei Berufszweige in der praktischen sowie theoretischen Ausbildung zusammen – zumindest in den ersten zwei Jahren. Danach haben die Azubis die Möglichkeit, sich im dritten Jahr in den Bereichen Alten- und Kinderkrankenpflege weiter zu spezialisieren oder einen generalistischen Abschluss zu machen. Nach dem bestandenen Examen lautet die offizielle Berufsbezeichnung für den generalistischen Abschluss Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann.

    Transferleistungen werden wichtiger

    Auf dem Weg dahin werden die Azubis gefordert: Mindestens 2.100 Stunden theoretisches Wissen werden in den Schulen während der drei Jahre vermittelt. Mit der Reform rücken Inhalte aus den Bereichen Kinder- und Altenpflege weiter in den Vordergrund. Dafür wird die allgemeine Krankenpflege etwas weniger detailliert behandelt. Das führt zu einem etwas anderen Lernen, bei dem die Schüler mehr selbstständige Transferleistungen herstellen müssen. Dies weiß auch Caroline Hilgers vom Team der Berufsfachschule am BG Klinikum Hamburg: „In der Pflegeausbildung gibt es kein Fächersystem wie in der Schule. Gelernt wird thematisch ausgehend von einem praktischen Fallbeispiel, etwa einem Patienten mit Armbruch. Anhand von diesem lernen die Schüler die Versorgung des Bruches und gleichzeitig die Anatomie der Knochen oder die Schmerzbehandlung kennen.“, so die Lehrerin und ergänzt: „Dieses exemplarische Lernen wird jetzt immer wichtiger, da Schüler den selbstständigen Transfer auf ähnliche Pflegesituationen anwenden müssen, die nun nicht mehr besprochen werden.“

    Unterstützt werden die Lehrkräfte dabei von den Profis rund um den praktischen Einsatz auf den Stationen und Bezugspersonen für die Azubis, den Praxisanleitern. Als ausgebildete Pflegekräfte mit einer Weiterbildung zum Praxisanleiter wissen diese, wie Pflege funktioniert und wie man das Wissen weitervermittelt.

    Früh in die Praxis – und immer mit Unterstützung

    Bereits zum Beginn der Ausbildung sind die Azubis in der Praxis tätig, im Vergleich zur Theorie auch außerhalb des Klinikums in anderen Gesundheitseinrichtungen. Im Wechsel mit Theorieblöcken müssen in den drei Jahren 2.5000 Stunden praktische Erfahrung gesammelt werden. Mindestens zehn Prozent davon sind nach der Ausbildungsreform durch einen Praxisanleiter nachzuweisen. Mit dem neuen Fokus auf praktische Inhalte hat sich das Team der Berufsfachschule entsprechend aufgestellt. Vier Praxisanleiter gehören mittlerweile dazu. Ihre Aufgabe: Die Schüler fit machen für den Stationsalltag – und natürlich die Prüfungen.

    Verschiedene Schwerpunktthemen stehen in den drei Jahren auf dem Lehrplan, in dem praktische und theoretische Themen aufeinander abgestimmt sind. Zu diesen gehören etwa der Verbandswechsel, das Richten von Medikamenten, die Blutdruck- und Pulskontrolle, Infusionen oder die Planung von Pflegeprozessen. Wichtiger Teil ist zudem die Gesundheitsberatung und Aufklärung von Patienten, etwa in Fragen der Ernährung oder Prävention. Das gemeinsame Ziel aller Bereiche betont Andy Preß, hauptamtlicher Praxisanleiter im Team: „Nicht nur die Pflege an sich steht im Mittelpunkt, sondern das Ziel, die Selbstständigkeit von Patienten so weit wie möglich wieder herzustellen.“ Um dies zu schaffen, müssen die Schüler in ihrer Ausbildung Kompetenzen im Umgang mit Patienten, dem Team und der Anwendung des Gelernten entwickeln. Damit dies gelingt, stehen die Praxisanleiter bei Übungen in der Schule oder auf den Stationen den Azubis beratend zur Seite und nehmen großen Einfluss auf die Qualität der Ausbildung und Pflege: „Die Kompetenzentwicklung zählt zu unseren Hauptaufgaben. In den drei Jahren bereiten wir die Schüler Stück für Stück auf immer komplexere Aufgaben vor und fördern jeden individuell in seinen Fähigkeiten.“, so Preß.

    Die Pflegeausbildung am BG Klinikum Hamburg

    Um diese Selbstständigkeit zu fördern, legt das Team viel Wert auf eine enge Verknüpfung der Theorie und Praxis sowie strukturierte Ausbildungsinhalte. Als eines der wenigen Krankenhäuser in Hamburg bietet das BG Klinikum Hamburg Pflege-Azubis mit der eigenen Berufsfachschule einen großen Vorteil: „Da wir gleichzeitig Ausbilder und Arbeitgeber sind, können wir die Theorie und Praxis im Team noch besser aufeinander abstimmen und die Schüler auf bestimmte Bereiche gezielt vorbereiten“, erklärt Hilgers.

    Die neue Pflegeausbildung startet am BG  Klinikum Hamburg zum 01. August 2020. Alle Informationen zur Ausbildung und Bewerbung gibt es unter: www.bg-kliniken.de/klinikum-hamburg/karriere/ihr-einstieg-bei-uns/auszubildende/gesundheits-und-krankenpflege/