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    „Gemeinsam für mehr Sicherheit“ – Tag der Verkehrssicherheit am 20. Juni

    In Deutschland wurden 2019 laut des Statistischen Bundesamtes insgesamt 2.667.863 Unfälle im Straßenverkehr registriert. Dabei blieb es in etwa 2,4 Millionen dieser Fälle glücklicherweise bei einem Sachschaden. Auf den historisch niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnung sank die Zahl der Verkehrstoten um 6,6 Prozent auf 3059 Personen. Auch die Zahl der Unfälle mit Personenschaden insgesamt zeigte eine um 2,8 Prozent rückläufige Tendenz im Vergleich zum Vorjahr 2018.

    Wenngleich dieser Trend ein positives Signal bezüglich der Verkehrssicherheit ist, sind immer noch zu viele Menschen von Unfällen im Straßenverkehr betroffen. Darüber hinaus geben die steigenden Zahlen Radfahrender, die im Straßenverkehr tödlich verunglücken, Anlass zur Sorge. Ein Grund für diese Zunahme ist laut ADAC Unfallforschung die steigende Anzahl von Menschen, die mit Pedelecs/E-Bikes im Straßenverkehr unterwegs sind. Häufig sind Zusammenstöße mit Autofahrern die Unfallursache. Dass weiterhin Handlungsbedarf besteht, hat auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat erkannt. Seit 2005 macht er jährlich am Tag der Verkehrssicherheit auf die Problematik aufmerksam. Das Motto „Gemeinsam für mehr Sicherheit“ soll unterschiedlichste Akteure zu präventiven Maßnahmen und Veranstaltungen inspirieren und Menschen für das Thema Verkehrssicherheit sensibilisieren.

    Mehr Rücksichtnahme von Verkehrsteilnehmern wünschenswert

    Auch Dr. Stefan Jaeschke-Melli, Oberarzt der Ambulanz und Notaufnahme am BG Klinikum Hamburg, wünscht sich mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr: „Jeder Verkehrsteilnehmer sollte sich so verhalten, dass kein anderer geschädigt oder gefährdet wird.“ Leider ist die Ursache bei Unfällen im Straßenverkehr sehr häufig menschliches Fehlverhalten. In der Regel handelt es sich dabei um eine Kombination aus Verstößen gegen die Verkehrsregeln und/oder die falsche Einschätzung einer Verkehrssituation. Der Oberarzt am BGKH spricht sich deshalb für präventive Schulungsmaßnahmen aus, um die Zahl der Opfer von Verkehrsunfällen weiter zu reduzieren. Sinnvoll ist aus seiner Sicht eine regelmäßige Überprüfung von Fahrzeugführern im Rahmen von Fahrsicherheitstrainings, besonders bei älteren Menschen. „Auch der Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel oder die Nutzung von Car Sharing Anbietern ist sinnvoll“, ergänzt Dr. Jaeschke-Melli. „Hierdurch könnte man die Anzahl der Fahrzeuge und damit auch das Auftreten von Staus verringern. Natürlich würde das gleichzeitig die Situation für Fahrradfahrer und Fußgänger entspannen.“

    Bei der Versorgung von Unfallopfern sind am BG Klinikum Hamburg alle Fachdisziplinen eingebunden. Schwer verletzte und kritisch kranke Patienten werden im Schockraum von einem speziell geschulten Team entgegengenommen. Für eine reibungslose Abwicklung muss ein festgelegter Ablauf eingehalten werden.Der Schockraum stellt hier ein wichtiges Bindeglied zwischen präklinischer und klinischer Patientenversorgung dar. Um ein bestmögliches Behandlungsergebnis zu erzielen, sind viele Fachspezialisten an einer Schockraumversorgung beteiligt. Das traumatologische Schockraumteam besteht aus Chirurgen, Anästhesisten und Radiologen mit den jeweiligen pflegerischen Fachkompetenzen.

     

    Quellen: Statistisches Bundesamt / Destatis und ADAC Unfallstatistik

     

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