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    Nach Sturz auf der Vuelta a España: Jay McCarthy will wieder aufs Rad

    Jay McCarthy erlitt 2020 auf der siebten Etappe der spanischen Rundfahrt Vuelta eine sehr schwere Knieverletzung. Dank OP und Reha im BG Klinikum Hamburg macht der australische Radrennfahrer weiter Fortschritte und saß kürzlich sogar schon wieder auf seinem Rennrad.

    Infos zur Pressemitteilung

    08.03.2021BG Klinikum Hamburg

    Pressekontakt

    Profilbild Christiane Keppeler

    Christiane Keppeler

    Leiterin Unternehmens­kommunikation und Marketing
    040 7306-1310040 7306-1706E-Mail

    Bei einem Sturz während der Vuelta zog sich Jay McCarthy, damaliges Mitglied im Team BORA-hansgrohe, Ende Oktober 2020 eine schwere Verletzung des rechten Knies zu. Der Australier erinnert sich noch gut an den Unfall: „Ich stürzte über ein Hindernis auf der Strecke, verlor die Kontrolle über das Rad und fiel dann bei voller Geschwindigkeit. Dabei muss ich mir das Knie verdreht haben. Glücklicherweise kamen bei meinem Unfall aber keine weiteren Fahrer zu Schaden.“

    OP durch Kniespezialisten

    Der 28-Jährige wurde noch von der Rennstrecke aus in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Aufgrund der Komplexität seiner Verletzung wurde er eine Woche nach seinem Unfall für die Operation und Rehabilitation ins BG Klinikum Hamburg (BGKH) geflogen. Prof. Dr. Karl-Heinz Frosch, Ärztlicher Direktor des Klinikums und spezialisierter Kniegelenkchirurg, operierte McCarthy: „Im Profisport sind Knieverletzungen natürlich immer wieder ein großes Thema. Der Körper ist das Kapital eines Sportlers und es muss die maximale Leistungsfähigkeit erreicht werden. Um die bestmöglichen Chancen auf eine Rückkehr in den Sport und damit letztendlich in den Beruf zu schaffen, ist ein eingespieltes Team mit der entsprechenden Expertise ausschlaggebend. Im Einzelfall Prognosen zu treffen ist schwierig, schätzungsweise haben aber 80 Prozent der verletzten Sportler eine Chance, ihre volle Leistungsfähigkeit wiederzuerlangen.“

    Rehabilitation in Boberg

    Dr. Christopher Edler ist Arzt im Zentrum für Rehabilitationsmedizin und interdisziplinäre Sportmedizin am BGKH und betreut als Mannschaftsarzt das Team BORA-hansgrohe. Auch die Reha von Jay McCarthy begleitet er eng mit einem Team aus Therapeut*innen des Hauses: „Die Behandlung eines solch komplexen Falls zeigt wieder, wie wichtig es ist, dass die operative Behandlung und die rehabilitative Versorgung nahtlos ineinander übergehen. Das ist ein großer Vorteil in Boberg.“ Das BG Klinikum ist spezialisiert auf die Akutversorgung und Rehabilitation Unfallverletzter „aus einer Hand“. Im Fall von Jay McCarthy schlossen sich Rehabilitation und BGSW (Berufsgenossenschaftliche Stationäre Weiterbehandlung) daher unmittelbar an die OP an. Zu Beginn 2021 wurde er erneut im BGKH behandelt und weiter rehabilitiert.

    Mittlerweile ist auch das Training auf dem Ergometer und beim Aquacycling wieder möglich. „Jay ist in der Reha sehr engagiert und ehrgeizig“, erklärt Sporttherapeut Birger Holtfreter. „Als Sportler ist er es natürlich gewohnt, hart zu trainieren. Wir müssen als Therapeuten in diesen Fällen darauf achten, dass die Patienten nicht zu schnell zu viel wollen oder sich zu stark beanspruchen. Aktuell arbeiten wir daran, Jays Knie weiter aktiv zu mobilisieren und so auch die Belastbarkeit allmählich wieder zu steigern.“

    Zurück aufs Rad

    Ende Februar 2021 wurde Jay McCarthy aus dem BGKH entlassen. Der Australier führt die Reha von zu Hause in Amsterdam fort, bleibt mit dem Team aus Boberg aber weiterhin im Austausch: „Ich habe seit dem Unfall schon große Fortschritte gemacht und möchte natürlich so schnell wie möglich vorankommen. Mein Ziel ist es schließlich, wieder zurück aufs Rad zu können. Daran werde ich weiterhin arbeiten.“ Mittlerweile kann Jay McCarthy wieder mit dem rehabilitativen Training auf dem Rennrad beginnen. Dr. Christopher Edler: „Mit Fokussierung auf Wiedererlangung des Bewegungsausmaßes und der Kraft des Kniegelenks in der Rehabilitation ist es Jay bereits wieder möglich auf dem Rennrad zu fahren und in sein sportspezifisches Bewegungsmuster zurückzukehren. Dies ist der entscheidende Schritt einer erfolgreichen Rehabilitation von Sportlern.“