Entwicklung von Kraft, Beweglichkeit und Selbstversorgung bei Menschen mit inkompletter Querschnittlähmung

Worum geht es in dieser Studie?

Untersucht wird, wie sich die körperlichen Fähigkeiten von Menschen mit einer inkompletten Querschnittlähmung während einer Therapie verändern. Dabei geht es besonders darum, ob und wie sich Bewegung, Kraft und die Fähigkeit zur selbstständigen Alltagsbewältigung im Verlauf der Zeit verbessern oder verändern.

Warum ist diese Studie wichtig?

  1. Sie zeigt, ob eine Therapie wirklich hilft
    Menschen mit einer inkompletten Querschnittlähmung haben sehr unterschiedliche Ausgangssituationen. Wenn man dieselbe Person über die Zeit beobachtet, kann man genau erkennen, ob sich Kraft, Bewegung und Selbstständigkeit verbessern oder gleich bleiben. So wird sichtbar, was durch die Therapie erreicht wird.
  2. Kleine Fortschritte werden erkennbar
    Manche Veränderungen passieren langsam und sind im Alltag nicht sofort spürbar. Durch mehrere Messungen über die Zeit können auch kleine, aber wichtige Verbesserungen erkannt werden, die sonst übersehen würden.
  3. Therapien können besser angepasst werden
    Wenn man weiß, wann und in welchen Bereichen sich etwas verbessert, können Therapien gezielter geplant und angepasst werden - zum Beispiel mehr Fokus auf Bewegung oder auf Selbstversorgung.
  4. Selbstständigkeit im Alltag steht im Mittelpunkt
    Für Betroffene ist nicht nur wichtig, sich besser bewegen zu können, sondern auch möglichst selbstständig zu leben. Die Untersuchung zeigt, ob und wie sich genau diese Alltagsfähigkeiten entwickeln.
  5. Sie hilft zukünftigen Patient*innen
    Die Ergebnisse helfen dabei, Therapien für Menschen mit inkompletter Querschnittlähmung in Zukunft besser aufzubauen, realistischer zu erklären, was möglich ist, und Hoffnung auf konkrete Verbesserungen zu geben.

Wie läuft die Studie ab?

Es werden eine Vielzahl vergangener Behandlungen ausgewertet, um Erkenntnisse über die Veränderung der Kraft, Beweglichkeit und Selbstständigkeit der Menschen mit inkompletter Querschnittlähmung zu erlangen.
Zudem werden weitere Einschätzungen der betreffenden Personen per Fragebogen eingeholt, um noch mehr über die Entwicklungen erfahren zu können. 

Was sind die bisherigen Ergebnisse?

Aktuell erfolgt die Datenerhebung und die ersten Datenauswertungen. 


Förderung: Diese Studie ist Teil einer Doktorarbeit und wird durch das Projekt „go2prof:in“ gefördert. Die Referenznummer ist: 03FHP223A. Dieses Projekt wird finanziert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Kooperationspartner: Leuphana Universität Lüneburg, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW)

Kontakt für Rückfragen / Studienteilnahme

  1. Inken Diskowski

    Wissenschaftlerin Physiotherapie

    BG Klinikum Hamburg

    Kontakt