
Prospektive Kohortenstudie zur funktionalen Gesundheit und Lebensqualität nach chirurgischer intensivstationärer Behandlung
Worum geht es in dieser Studie?
Das Post-Intensive Care Syndrome (PICS) ist eine Sammeldiagnose, welche die Folgen einer intensivstationären Behandlung in vier Domänen beschreibt. Es kann zu Einschränkungen der kognitiven, physischen, psychischen und sozialen Gesundheit kommen. Auch die Rückkehr in den Beruf kann verzögert oder nicht mehr möglich sein. Insgesamt kann es zu einer Reduktion der gesundheitsbezogenen Lebensqualität kommen. Chirurgische Intensivpatient:innen sind einer Vielzahl potenzieller Einflussfaktoren ausgesetzt.
Warum ist diese Studie wichtig?
Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens sollen dazu beitragen, den Verlauf von Einschränkungen und Gesundheit der definierten Population näher zu beschreiben. Darüber hinaus soll das Erleben der Patient:innen bezüglich der Reintegration in den Alltag untersucht werden, sodass die Ergebnisse der Kombination qualitativer und quantitativer Methoden Ansatzpunkte für die post-intensivstationäre Nachsorge schaffen sollen.
Wie läuft die Studie ab?
Zur Umsetzung des Forschungsvorhabens ist eine prospektive monozentrische Kohortenstudie im Mixed-Methods-Design geplant. Die Umsetzung des Mixed-Methods-Ansatzes erfolgt im Sinne eines parallelen konvergenten Designs. Es soll eine quantitative Erhebung zu drei Zeitpunkten im zeitlichen Verlauf im Anschluss an die intensivstationäre Behandlung durchgeführt werden (ca. 4-8 Wochen, 6 Monate und 12 Monate nach der Entlassung von der Intensivstation). Zusätzlich erfolgen qualitative Interviews nach der Entlassung in die Häuslichkeit.
Was sind die bisherigen Ergebnisse?
Zum aktuellen Zeitpunkt liegen noch keine Ergebnisse vor. Die Rekrutierung von Patient:innen hat begonnen.
Förderung: Das Projekt findet im Rahmen von „go2prof:in“ statt. Das Förderkennzeichen lautet 03FHP223A. Das Projekt wird gefördert und finanziert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung.
Kooperationspartner: Das beschriebene Forschungsprojekt findet im Rahmen einer Promotion in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg statt.