iDerm an NIB-Pilotprojekt beteiligt

Ein Pilotprojekt des Niedersächsischen Instituts für Berufsdermatologie (NIB) hat das Ziel, über einen schnelleren Zugang eine nachhaltige Verbesserung der Versorgung von Versicherten mit berufsbedingten Hauterkrankungen und eine deutliche Steigerung der Verdachtsmeldungen zu erreichen. Dabei geht es vor allem um die Berufskrankheit (BK) Nr. 5101. Das Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) mit seinen Standorten am BG Klinikum Hamburg und der Universität Osnabrück ist als berufsdermatologisches Kompetenzzentrum Teil des Pilotprojekts.

Infos zur Pressemitteilung

15.09.2026

Pressekontakt

Christiane Keppeler

Leitung Unternehmens­kommunikation und Marketing
040 7306-1310040 7306-1706 E-Mail

Menschen mit einer berufsbedingten Hauterkrankung haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine spezialisierte Versorgung. Diese Leistungen können allerdings nur dann in Anspruch genommen werden, wenn eine Meldung an den Unfallversicherungsträger erfolgt. Durch Versorgungsengpässe in der Dermatologie sind die Meldungen berufsbedingter Hauterkrankungen, speziell bei Verdacht auf Vorliegen einer BK 5101, in den letzten 10 Jahren laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) jedoch kontinuierlich rückläufig. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat das NIB ein Pilotprojekt gestartet.

Inhalt des Pilotprojekts

Das Projekt erprobt die zweistufige Zuweisung von Versicherten. Der herkömmliche Meldeweg an die Unfallversicherungsträger (UVT) – das etablierte Hautarztverfahren – wird um eine zusätzliche digitale Kurz-Meldung ergänzt. Auf diese Weise können Verdachtsfälle mit geringem Verwaltungsaufwand an die UVT gemeldet werden. Im Anschluss besteht die Möglichkeit der FAST LANE-Zuweisung der Versicherten durch die UVT in ein berufsdermatologisches Kompetenzzentrum des NIB. Auf diese Weise kann innerhalb von 2-3 Wochen eine qualifizierte Diagnostik, Beratung, Therapie und die Einleitung der Individualprävention angestoßen werden. „Wir sind jedem Hautarzt dankbar, der die Versorgung im Hautarztverfahren übernimmt. Wir wollen aber auch in den Fällen, wo das nicht möglich ist, beruflich Hauterkrankten eine optimale Versorgung im Rahmen der Unfallversicherung, auf die sie gesetzlichen Anspruch haben, ermöglichen“, stellt Professor Dr. med. Christoph Skudlik, Chefarzt des iDerm an seinen beiden Standorten am BG Klinikum Hamburg und der Universität Osnabrück, heraus. Die Nutzung der Kurz-Meldung ist ab dem 01.10.2026 möglich.

Neben dem iDerm am BG Klinikum Hamburg und an der Universität Osnabrück gehören die Hautkliniken der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universitätsmedizin Göttingen zu den medizinischen Kompetenzzentren des NIB.

Über das iDerm

Das Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) ist auf die ambulante und stationäre Individualprävention berufsbedingter Hauterkrankungen spezialisiert und die international größte Institution dieser Art. Das Institut beruht auf einer Kooperation der Universität Osnabrück und dem BG Klinikum Hamburg (BGKH). Die klinischen Bereiche beider Standorte verfügen über ein umfangreiches Angebot an Diagnostik und Therapie im Bereich der ambulanten/Sekundären (SIP) und stationären/Tertiären (TIP) Individualprävention.

Quelle: NIB Pilotprojekt zur BK-Nr. 5101: Fachbereich Humanwissenschaften (Letzter Abruf: 01.09.2026)