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    Schülerstation 2020: Auszubildende übernehmen das Ruder

    Das Projekt Schülerstation überlässt Pflegefachkräften in der Ausbildung für zwei Wochen die Koordination einer gesamten Station – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Examen.

    Bereits zum fünften Mal übernehmen Schüler*innen der Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege des BGKH zwei Wochen lang die eigenständige Leitung einer Station. In diesem Jahr findet das Projekt Schülerstation vom 14. bis 25. September statt. Auch wenn für den Bedarfsfall stets erfahrene Pflegefachkräfte mit Rat und Tat zur Seite stehen, sind erklärte Ziele der Schülerstation die Förderung der Selbstständigkeit und die Überprüfung des eigenen Wissensstandes ­– eine wichtige Vorbereitung auf das Examen, aber auch auf den zukünftigen Berufsalltag.

    Damit alles reibungslos funktioniert, spielt die Vorbereitung eine wichtige Rolle. In der Planungsphase des Projektes werden daher Gruppen gebildet und Aufgaben sowie Rollen verteilt. Zwei Stationsleitungen sowie ihre Vertretungen verantworten die Dienstpläne, Praxisanleiter*innen hingegen die Ausbildungspläne der anderen Ausbildungsjahrgänge. Weitere Gruppen sind für Patientenveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit oder das Projekt-Tagebuch zuständig. Neben der Versorgung der Patient*innen gehören Dienstplanung, Materialbestellung, Aufnahme und Entlassung sowie die Koordination von Terminen, wie Therapien, zu den Aufgaben der Schüler*innen. Darüber hinaus organisiert der Kurs kleinere Veranstaltungen und Aktionen für die Patient*innen und interne Fortbildungen für das Team.

    Caroline Hilgers ist die Leiterin des Kurses, der in diesem Jahr die Verantwortung für die Schülerstation trägt. Sie freut sich auf das Projekt, denn sie weiß, wie sehr die Auszubildenden davon profitieren: „Der Kurs lernt, eigenverantwortlich für einen gesamten Stationsablauf zu sorgen. Häufig wird ihnen dadurch erst richtig bewusst, wie viel Administration für einen reibungslosen Ablauf nötig ist.“ Das Feedback der Schüler*innen aus den vergangenen Jahren ist dennoch sehr positiv, weiß Frau Hilgers: „In der Regel hat der Kurs in der zweiten Woche einen guten Rhythmus gefunden und sich aufeinander eingespielt. Dann werden ihnen die zwei Wochen häufig sogar zu kurz.“

    In der zweiten Woche werden die Schüler*innen im ersten Ausbildungsjahr auf der Station eingesetzt und von den Praxisanleiter*innen des organisierenden Kurses unterrichtet. Die Lernenden werden so zu Lehrenden und vollziehen einen spannenden Perspektivwechsel. Sie können selbst entscheiden, wie sie unterrichten möchten und welches Pflegeverständnis sie an die jüngeren Auszubildenden weitergeben wollen.

    Zum Abschluss des Projektes erfolgt eine Auswertung der Erfahrungen. Dazu werden auch Rückmeldungen anderer Berufsgruppen eingeholt. In einer offenen Feedbackrunde bespricht der Kurs schließlich, was besonders gut lief, welche Aspekte noch eingehender betrachtet werden müssen und welches Fazit sie aus dieser besonderen Lernerfahrung ziehen können.

    Ab dem 14. September geben die Auszubildenden auf den Social Media Kanälen des BG Klinikum Hamburg Einblicke in das Projekt und ihren Stationsalltag.

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