Schockraum-Training: In einer Übung zeigt das Team der Zentralen Notaufnahme den Schülerinnen und Schülern, wie die Versorgung von Schwer- und Schwerstverletzten erfolgt.

P.A.R.T.Y.: Erster Präventionstag für Schulen am BG Klinikum Hamburg

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit oder des Übermuts – manchmal reicht das, damit das Leben nie wieder ist wie zuvor. Um Jugendliche für die Unfallrisiken durch Alkohol, überhöhte Geschwindigkeiten oder Selbstüberschätzung zu sensibilisieren hat das BG Klinikum Hamburg eine Klasse zum P.A.R.T.Y.-Tag eingeladen – und die Jugendlichen tief beeindruckt.

Infos zur Pressemitteilung

07.05.2026

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Christiane Keppeler

Leitung Unternehmens­kommunikation und Marketing
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P.A.R.T.Y. – das steht für Prevent Alcohol and Risk Related Trauma in Youth. Entsprechend geht es bei dem Programm um die Prävention von Unfällen und Verletzungen, die durch Alkoholeinfluss oder risikoreiches Verhalten bei Jugendlichen verursacht werden. Als Überregionales TraumaZentrum sehen die Mitarbeitenden des BG Klinikums Hamburg fast täglich, welche Folgen ein kurzer Moment der Unachtsamkeit oder Nachlässigkeit haben kann. Deswegen hat sich das Haus 2026 entschieden, als erstes Klinikum in der Hansestadt einen P.A.R.T.Y.-Aktionstag anzubieten. 

Zu Gast waren Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Kirchwerder. Nach der Begrüßung erfuhren die Jugendlichen zunächst von Dr. Martina Müller, Oberärztin Unfallchirurgie und Orthopädie am BG Klinikum Hamburg, und Herrn Ludwig von der Polizei Hamburg spannende Informationen zu Unfallrisiken und -folgen. Danach gab es praxisnahe Eindrücke aus verschiedenen Bereichen des Klinikums: In der Zentralen Notaufnahme konnten die Jugendlichen bei einem Schockraumtraining miterleben, wie Schwer- und Schwerstverletzte versorgt werden. Im Anschluss besuchten sie in kleinen Gruppen die Intensivstation, das Querschnittgelähmten-Zentrum und die Komplexe Stationäre Rehabilitation. Nach dem Mittagessen war dann Ausprobieren angesagt: Auf dem Therapieparcours konnten die Schülerinnen und Schüler selbst erfahren, wie es ist, den Alltag mit einem Rollstuhl oder Hilfsmitteln wie Prothesen zu bewältigen. Den Abschluss bildete ein Gespräch mit einer ehemaligen Patientin, die seit 20 Jahren im Rollstuhl sitzt, bei dem die Jugendlichen gespannt zuhörten und Fragen stellen konnten.

Der Tag ließ die Schülerinnen und Schüler beeindruckt und nachdenklich zurück: „Ich habe heute viel gelernt, was ich umsetzen werde“, so eine der Schülerinnen. Auch die Lehrkraft war begeistert von den praxisnahen Eindrücken und wird die Teilnahme am Präventionstag im Kollegium weiterempfehlen. Das Team des Klinikums ist mit dem Tag ebenfalls sehr zufrieden: „Der beste Unfall ist der, der nie zustande kommt. Wir freuen uns, hier einen Beitrag zu leisten,“ so PD Dr. Maximilian Hartel, stellv. Chefarzt Unfallchirurgie, Orthopädie und Sporttraumatologie am BG Klinikum Hamburg. Prof. Dr. Alexander Tzabazis, Chefarzt Anästhesie, Intensiv-, Rettungs- und Schmerzmedizin, ergänzt: „Wenn diese Präventionskampagne nur einen einzigen jungen Menschen vor einem schweren Unfall bewahrt, hat es sich bereits gelohnt.“